Vergewaltigung im Park von Schülern gestoppt

03.10.2014

WICKEDE / WIMBERN. Untersuchungshaft für einen mutmaßlichen Sexualstraftäter, der am Mittwochabend (1. Oktober 2014) in Wickede im Bernhard-Bauer-Park einen anderen Mann vergewaltigt haben soll. Ein Haftrichter des Amtsgerichtes Werl traf am gestrigen Donnerstag die Entscheidung.

Der 22-jährige Schwarzafrikaner aus der Unterbringungseinrichtung der Bezirksregierung für Asylsuchende in Wimbern steht unter dem Verdacht einen anderen Flüchtling vergewaltigt zu haben.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 24-jährigen – ebenfalls schwarzafrikanischen – Mann aus der Einrichtung in Wimbern. Er wurde – laut Polizeibericht –verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der schlimme Vorfall hatte sich offensichtlich am Mittwochabend (1. Oktober 2014) gegen 19.15 Uhr im Bauer-Park an der Christian-Liebknecht-Straße in Wickede ereignet. Dies geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Arnsberg und der Kreispolizeibehörde Soest hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Demzufolge kamen fünf Schüler aus Wickede am Mittwochabend an dem Park vorbei und hörten dort Schreie. Sie entdeckten im hinteren Bereich zwei Männer von denen einer auf dem Bauch lag. Einer der Zeugen sprach die beiden an und forderte den vermeintlichen Täter auf, von seinem Opfer abzulassen.

Anschließend gingen die Zeugen weiter. 

Kurz darauf hörten sie wieder Schreie und kehrten in den Park zurück. Jetzt konnten sie erkennen, dass der Täter sein Opfer augenscheinlich zu vergewaltigen versuchte.

Einer der Zeugen trennte die zwei Männer und rief die Polizei.   Die eintreffenden Beamten konnten kurz darauf einen 22-jährigen Mann festnehmen.

Die beiden Männer wohnen beide in der Unterbringungseinrichtung für Asylsuchende in Wickede-Wimbern, wie ein Vertreter der Einrichtung der Bezirksregierung Arnsberg auf telefonische Nachfrage des lokalen Nachrichtenportals „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ bestätigte.

Dem offensichtlich alkoholisierten Täter wurde im Polizeigewahrsam eine Blutprobe abgenommen.

In der Pressemitteilung der Polizei werden Opfer und Täter als „Wickeder“ bezeichnet. Dadurch wird der Eindruck erweckt, dass es sich um Wickeder Bürger und nicht um Asylsuchende aus dem Ausland handelt.

Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper erklärte auf Nachfrage unserer Redaktion aber, dass es sich bei Opfer und Täter um Schwarzafrikaner aus der Notunterkunft in Wimbern handele. Man dürfe sich im behördlichen Sprachjargon aber weder auf die Nationalität noch auf genaue Wohnorte (Ortsteile) von Betroffenen beziehen, sofern dies nicht tatrelevant sei. Dies diene dem Datenschutz und solle genaue Rückschlüsse auf Beteiligte verhindern. Nur auf journalistische Nachfrage hin dürfe man Detailinformationen herausgeben.

In der Vergangenheit hatte es in der Wickeder Bevölkerung massive Kritik daran gegeben, dass Straftaten im Zusammenhang mit der Notunterkunft für Flüchtlinge in Wimbern von der Polizei nicht als solche gekennzeichnet werden und die Wickeder damit durch entsprechend verbreitete Meldungen in Verruf gerieten.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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