Durchgangsverbot schon wieder demontiert

21.10.2014

WIMBERN. Kaum waren die mehrsprachigen „Durchgang verboten“-Schilder an den Eingängen zum Heilig-Geist-Kloster angebracht, schon sind sie wieder demontiert. Und es hängt – zumindest an einem der zwei Zufahrten – wieder das althergebrachte schwarz-weiße Schild: „Privatweg – Durchgang auf eigene Gefahr“.

Am Eingang aus Richtung Menden gab es zum Foto-Termin am heutigen Dienstag (21. Oktober 2014) gar keine entsprechende Beschilderung mehr.

Hausoberin Schwester Hildegard-Maria von den Steyler Missionarinnen hatte bereits am gestrigen Montag (20. Oktober 2014) gegenüber unserem lokalen Nachrichtenportal „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ erklärt, dass die Beschilderung nur versehentlich vorne an den Privatweg montiert worden sei und eigentlich mehr den Gartenbereich abschotten solle. Hier sah man die Schilder allerdings heute auch noch nicht.

Dabei hatte es in Wickede bereits Stimmen gegeben, die den Schwestern durchaus Respekt für ihre klare Ansage zur Lenkung des Flüchtlingsstroms von der Unterbringungseinrichtung der Bezirksregierung in die Wickeder Ortsmitte gezollt hatten.

Ob die Schwestern nun der Mut zur Aufstellung der neuen Schilder „Durchgang verboten“ mit den Übersetzungen ins Englische, Französische und Arabische verlassen hat – oder ob sie demnächst an anderer Stelle doch wieder aufgestellt werden, konnte zum Veröffentlichungszeitpunkt dieser Meldung nicht mehr geklärt werden.

Ganz klar hatte  Hausoberin Schwester Hildegard-Maria aber – mit Blick auf die Bewohner aus der Unterbringungseinrichtung für Asylsuchende in der Nachbarschaft – gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ gesagt: „Unsere Wiesen sind kein öffentlicher Park, wo man sich sonnen kann!“ 

Und auch Kai Jatzenko von den Malteser-Werken war sich im Gespräch mit unserem lokalen Online-Nachrichtenportal der Problematik mit der vermehrten Anzahl von Flüchtlingen bewußt, die am Kloster vorbei gehen. 

Durch den Pendelverkehr zwischen Unterbringungseinrichtung und dem Wickeder Ortskern käme es immer wieder dazu, dass sich die großteils älteren Ordensfrauen im Abendbereich in ihrer Nachtruhe gestört fühlten.

Auf Grund der heutigen Meldung, dass noch einmal 150 mehr in der Massenunterkunft am Gemeinderand einquartiert werden, dürften sich die Probleme nicht verringern.

Bleibt abzuwarten, was nun mit den mehrsprachigen Schildern „Durchgang verboten“ geschieht …

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"

Das alte Schild „Privatweg – Durchgang auf eigene Gefahr“ wurde wohl heute wieder neu am Heilig-Geist-Kloster aufgestellt. FOTO: ANDREAS DUNKER
Das alte Schild „Privatweg – Durchgang auf eigene Gefahr“ wurde wohl heute wieder neu am Heilig-Geist-Kloster aufgestellt. FOTO: ANDREAS DUNKER
Das neue Schild gehört schon wieder der Vergangenheit an und ist durch das alte wieder ersetzt worden. FOTO: ANDREAS DUNKER
Das neue Schild gehört schon wieder der Vergangenheit an und ist durch das alte wieder ersetzt worden. FOTO: ANDREAS DUNKER

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