Medienvertreter von Besichtigung mit Milk ausgeschlossen

22.10.2014

WIMBERN. Ist „das Ende der Fahnenstange“ bei 650 Bewohnern in der Unterbringungseinrichtung für Asylsuchende in Wimbern wirklich erreicht? Regierungsvizepräsident Volker Milk von der Bezirksregierung Arnsberg soll dies am heutigen Mittwochvormittag (22. Oktober 2014) bei einer Besichtigung der Einrichtung gegenüber Wickedes Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) so geäußert haben. Dies bestätigte Michalzik im Gespräch mit Medienvertretern.

Leider ist man von Milk aber schon einige Halbwahrheiten gewohnt, so dass man nicht weiß, ob die Zahl der Flüchtlinge in Wimbern wirklich bei 650 Personen endet. Dieses Kontingent war am heutigen Tage jedenfalls schon voll ausgeschöpft, wie Pressesprecher Christoph Söbbeler von der Bezirksregierung Arnsberg auf Anfrage von „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ am heutigen Abend erklärte.

Von einem Rundgang Milks mit Landes- und Kommunalpolitikern waren Medienvertreter heute ausdrücklich seitens der Bezirksregierung Arnsberg ausgeschlossen, wie Dagmar Hanses (MdL) am Mittwochmorgen im Wickeder Rathaus erklärte.

Vielzahl von Baumaßnahmen auf ehemaligem Krankenhausgelände

Eine Vielzahl von derzeit laufenden Baumaßnahmen auf dem ehemaligen Krankenhausgelände könnte darauf hinweisen, dass man doch noch mehr Leute in Wimbern einquartieren will. Denn desto größer die Bewohnerzahl, desto geringer sind die Kosten pro Flüchtling für das Land, wie ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg kürzlich in einer Pressekonferenz in Hagen mitteilte.

Zumal das ehemalige Krankenhaus in Wimbern durch seine bauliche Substanz und so weiter bestens als zentrale Unterbringungseinheit geeignet sein soll, wie Politiker von der Bezirksregierung erfuhren und heute der Presse mitteilten. (Siehe eigenen Bericht auf dieser Seite!)

Michalzik:  „Es hat mich nicht überrascht!“

Wickedes Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) betonte heute denn auch noch mal zum Anstieg der Asylbewerberzahl auf 650 Bewohner in Wimbern: „Es hat mich nicht überrascht!“

Wickedes Bürgermeister will gegen dauerhafte Unterbringungseinrichtung klagen

Gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ betonte Michalzik heute, dass er für den 13. November 2014 zu einer Sonderratssitzung einladen will und dort vorschlägt juristisch gegen eine dauerhafte Unterbringungseinrichtung für Asylbewerber in Wimbern zu klagen.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

Regierungsvizepräsident Volker Milk wollte die Medienvertreter beim Rundgang durch die Unterbringungseinrichtung für Asylsuchende scheinbar nicht dabei haben. In Burbach hatte ein Journalist die Missstände mit Demütigungen von Flüchtlingen durch das Sicherheitspersonal aufgedeckt. Eine peinliche Panne der Bezirksregierung, die das „Vorleben“ der Wachleute offensichtlich nicht richtig durchleuchtet hatte. Ob es auch in Wimbern etwas vor Pressevertretern zu verheimlichen gibt, dass heute nur Politiker durch die Anlage geführt wurden? „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ hat jedenfalls heute Nachmittag nochmals nachdrücklich um eine Foto- und Film-Erlaubnis für die Unterbringungseinrichtung bei der Pressestelle der Bezirksregierung gebeten. Die Entschuldigung von Grünen-Politikerin Hanses, man wolle nur nicht, dass sich die Flüchtlinge „wie im Zoo“ vorkämen ist jedenfalls merkwürdig. Denn zu jedem Kindergarten- und Seniorenheimbesuch laden Politiker schließlich die Presse mit Fotografen ein. Vielleicht hat die Bezirksregierung aber auch doch nur Angst vor neuen Enthüllungen durch Journalisten – wie in der Landeseinrichtung in Burbach geschehen. FOTO: ANDREAS DUNKER
Regierungsvizepräsident Volker Milk wollte die Medienvertreter beim Rundgang durch die Unterbringungseinrichtung für Asylsuchende scheinbar nicht dabei haben. In Burbach hatte ein Journalist die Missstände mit Demütigungen von Flüchtlingen durch das Sicherheitspersonal aufgedeckt. Eine peinliche Panne der Bezirksregierung, die das „Vorleben“ der Wachleute offensichtlich nicht richtig durchleuchtet hatte. Ob es auch in Wimbern etwas vor Pressevertretern zu verheimlichen gibt, dass heute nur Politiker durch die Anlage geführt wurden? „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ hat jedenfalls heute Nachmittag nochmals nachdrücklich um eine Foto- und Film-Erlaubnis für die Unterbringungseinrichtung bei der Pressestelle der Bezirksregierung gebeten. Die Entschuldigung von Grünen-Politikerin Hanses, man wolle nur nicht, dass sich die Flüchtlinge „wie im Zoo“ vorkämen ist jedenfalls merkwürdig. Denn zu jedem Kindergarten- und Seniorenheimbesuch laden Politiker schließlich die Presse mit Fotografen ein. Vielleicht hat die Bezirksregierung aber auch doch nur Angst vor neuen Enthüllungen durch Journalisten – wie in der Landeseinrichtung in Burbach geschehen. FOTO: ANDREAS DUNKER

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