Wickedes Bürgermeister spricht Tacheles und will sich mit Kollegen zu Massenunterkünften für Flüchtlinge austauschen

30.10.2014

WICKEDE. Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) hat die Initiative ergriffen und seine Amtskollegen sowie deren fachlich zuständige Abteilungsleiter aus ländlichen Kommunen mit großen Flüchtlingseinrichtungen zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. Am kommenden Montag, 3. November 2014, wollen die Vertreter der betroffenen Städte und Gemeinden sich über Probleme mit den zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen für Asyl begehrende Flüchtlinge sowie mögliche Lösungsansätze austauschen.

Dabei nimmt Michalzik bereits in einer heute veröffentlichten Presseinformation kein Blatt vor den Mund: So sagt er ganz klar, dass mit der zunehmenden großen Zahl an Flüchtlingen auch die  Minderheit problematischer Personen wachse.

Tacheles statt unter den Teppich kehren

Michalzik spricht in seiner Mitteilung an die Medien ebenso von kriminellen Delikten wie anderen ungebührlichen  Belästigungen der heimischen Bevölkerung – aber auch von Alkoholproblemen und einzelnem Drogenmissbrauch.

Scheinbar soll bei dem Spitzengespräch nichts unter den Teppich gekehrt sondern Tacheles gesprochen werden.

Dörflicher Raum ungeeignet für Massenunterkünfte 

Ein zentraler Aspekt sei, dass sich gerade in ländlichen Gemeinden besondere Probleme mit einer Masse von Menschen aus diversen Krisengebieten ergäben, die hier im dörflichen Raum auf eine ungeeignete Infrastruktur träfen.

Asylsuchende sind auf deutsche Lebensumstände nicht vorbereitet

Zudem seien die Fremden auf die Lebensumstände in Deutschland meist völlig unvorbereitet. Dies führe zu Begleiterscheinungen wie Belästigungen und Verunsicherungen der Bürger.

Erfahrungsaustausch zwischen betroffenen Kommunen

Der Erfahrungsaustausch der betroffenen Kommunen in NRW soll hier nun Anregungen für die Herangehensweisen vor Ort bieten.

Michalzik: „Wir stehen hier alle miteinander vor einer nach Art und Umfang ganz neuen Herausforderung für unsere örtlichen Gemeinschaften und die Kommunalverwaltung. Daher ist die Chance für jeden von uns ganz wichtig, von Erkenntnissen und Ansätzen andernorts profitieren zu können.“

Verantwortung von Bund und Land angemahnt

Auch Erwartungen mit Blick auf die maßgebliche Verantwortung von Bund und Land für Asylfragen könnten bei dem kommunalen Spitzentreffen zur Sprache kommen, so Michalzik: „Denn die für uns entscheidenden Rahmenbedingungen können nur dort verändert werden.“

Art der Kommunikation zwischen Beteiligten

Sprechen will man aber auch über die Art der Kommunikation zwischen den Kommunen, den Einrichtungen vor Ort, der Landesregierung sowie zuständigen Behörden und den betroffenen Bürgern.

Die Teilnehmer des Treffens kommen aus Bad Berleburg, Borgentreich, Burbach, Hemer, Kerpen, Rüthen, Schöppingen und Wickede (Ruhr).

Michalzik: „In den meisten dieser Kommunen ist in 2014 in kürzester Zeit eine Landeseinrichtung zur Erstaufnahme von mehreren hundert Flüchtlingen in Betrieb genommen worden.“

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) FOTO: ANDREAS DUNKER
Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) FOTO: ANDREAS DUNKER

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