Gerüst umgestürzt: Zwei schwer und ein leicht verletzter Arbeiter

12.12.2014

WICKEDE / BAD SALZUFLEN. Drei Monteure verunglückten am Freitagmorgen (12. Dezember 2014) gegen 10.30 Uhr bei Dacharbeiten an dem Erweiterungsbau der Firma Hillebrand Erbslöh Oberflächen GmbH an der Max-Planck-Straße 8 im Industriegebiet Westerhaar in Wickede.

Ein 53-jähriger Mann aus Bad Salzuflen musste nach einer ersten Behandlung vor Ort mit dem ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 8“ aus Lünen in eine Spezialklinik geflogen werden.

Ein 23-jähriger Arbeiter wurde ebenfalls schwer verletzt und mit einem Rettungstransportwagen (RTW) in ein Krankenhaus gebracht. 

Leichte Verletzungen erlitt ein 17-Jähriger Auszubildender. Er konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen.

Dachdecker-Unternehmen aus dem lippischen Bad Salzuflen

Als die Mitarbeiter eines Dachdecker-Unternehmens aus dem lippischen Bad Salzuflen ein Gerüst an der zirka zehn Meter hohen Seitenfassade des Gebäudes bestiegen, um auf das Dach zu gelangen, stürzte das Gerüst um. Die drei Arbeiter stürzten dadurch vom vierten Stock des Gerüstes etwa acht Meter in die Tiefe.

Vierter Dachdecker hatte Glück: 

Ein vierter Kollege, ein 30-jähriger Dachdecker beobachtete noch, wie das Gerüst sich langsam neigte und umstürzte. Er hatte Glück, stand gerade auf dem Erdboden etwas vom Gerüst entfernt.

Er vermutet, dass Sturmböen – die heute Morgen über die Haar fegten – ursächlich für den Umsturz waren.

Große Teile mit Segelfläche, die dem Sturm eine Angriffsfläche hätten bieten können, hatten die drei Männer nicht dabei. Sie seien ohne Material zum Dach hinauf gestiegen.

Ursache für das Unglück noch nicht genau bekannt

Ob das Gerüst frei stand oder an der Wand befestigt war, ist nicht bekannt. Abgerissene Halterungen waren jedenfalls vor Ort nicht an der Metallfassade der Industriehalle zu sehen.

Die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Soest erklärte, dass die Ursache noch nicht genau geklärt sei.

Amt für Arbeitsschutz übernimmt weitere Ermittlungen

Weitere Ermittlungen, warum das Gerüst zusammenbrach, habe das Amt für Arbeitsschutz übernommen.

Bernd Hillebrand als Geschäftsführer von Hillebrand Erbslöh Oberflächen erklärte gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ vor Ort, dass man den Auftrag für den Erweiterungsbau an die renommierte Firma Lehde als Generalbauunternehmen vergeben habe. Diese habe wiederum die Dachdeckerfirma Sandmann aus Bad Salzuflen mit Teilarbeiten beauftragt. Sandmann sei selbst für den Arbeitsschutz verantwortlich.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

UPDATE 12.45 Uhr

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