Wickedes letzter Vikar? – 2019 soll neuer „Pastoraler Raum“ für vier Kommunen entstehen

30.04.2015

WICKEDE (RUHR). Angesichts von Priestermangel, zunehmenden Kirchenaustritten und weniger Gottesdienstbesuchern verändert die katholische Kirche im Erzbistum Paderborn ihre Strukturen. Auch für die Pfarrei St. Antonius von Padua und St. Vinzenz in der Gemeinde Wickede (Ruhr) hat dies Auswirkungen. „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ sprach mit Pfarradministrator Thomas Metten.

Metten erklärte, dass die katholische Pfarrgemeinde in Wickede (Ruhr) pastoral eigenständig bliebe. Weiterhin habe man beispielsweise vor Ort einen eigenen Pastor sowie einen Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand.

Änderungen gäbe es allerdings ab der Spitze des Wickeder Kirchenvorstandes, der die finanziellen und verwaltungsrechtlichen Belange der katholischen Gemeinde steuere.

Werler Propst übernimmt Vorsitz im Wickeder Kirchenvorstand

Diese Funktion werde der Werler Propst Michael Feldmann übernehmen, sobald der "Pastorale Raum" mit den Kirchengemeinden aus Ense, Wickede (Ruhr), Welver und Werl als neues kirchliches Territorium gegründet sei.

Er selbst (Pfarrer Metten) trage dann im Wickeder Kirchenvorstand keine Verantwortung mehr und habe so mehr Zeit, um sich vermehrt um pastorale Belange zu kümmern.

Zusammenschluss kommt voraussichtlich erst 2019

Voraussichtlich, so Metten gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“, werde der territoriale Zusammenschluss der katholischen Kirchengemeinden auf dem Gebiet der vier Kommunen zu dem neuen „Pastoralen Raum“ erst im Jahre 2019 realisiert. Und damit zwei Jahre später als geplant. Denn eigentlich sei die Vereinigung schon für 2017 vorgesehen gewesen. 

Pfarrbüro und Friedhofsverwaltung bleiben

Das Pfarrbüro werde im Pastorat verbleiben, zumal die Verwaltung des katholischen Friedhofes von dort  durchgeführt werde.

Für sich selbst hofft Thomas Metten (51), dass er bis zu seiner Pensionierung als Pfarradministrator in Wickede tätig bleiben kann. Die Stelle hatte er 2013 von Pfarrer Heribert Ferber übernommen, der Wickede nach erheblichen Konflikten mit dem Kirchenvorstand verlassen hatte.

Vikar Alexander Plümpe geht 2018 von Wickede weg

Angesichts von knapp 7.000 Katholiken in der Gemeinde Wickede (Ruhr) sehe das Erzbistum Paderborn etwa 2,5 Vollzeitstellen im pastoralen Dienst vor, erklärte die Wickeder Kirchenleitung.

Voraussichtlich werde die Vikarstelle allerdings 2018 wegfallen, wenn der jetzige Vikar Alexander Plümpe seine Zeit in Wickede um habe und den Ort verlasse.

Die Stelle werde voraussichtlich nicht neu besetzt. Plümpe sei somit wahrscheinlich der letzte Vikar der hiesigen Kirchengemeinde.

Vermutlich werde es nach dem Fortgang eine zweite Stelle für eine zusätzliche Gemeindereferentin geben, so Metten.

Denn für die nächsten Jahre läge der Stellenschlüssel - wie gesagt - bei 2,5 Vollzeitstellen in der pastoralen Arbeit. Also seien 1,5 Stellen neben der Position des Pastors zu besetzen.

Die jetzige Vikarie könne vermietet werden oder als Domizil für einen pensionierten Priester zur Verfügung gestellt werden, erklärte Pfarradministrator Thomas Metten.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Vikar Alexander Plümpe (links) und Pfarradministrator Thomas Metten (rechts) vor Vikarie und St.-Antonius-Kirche FOTO: ANDREAS DUNKER
Vikar Alexander Plümpe (links) und Pfarradministrator Thomas Metten (rechts) vor Vikarie und St.-Antonius-Kirche FOTO: ANDREAS DUNKER

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