Erneut mutwilliger Fehlalarm in der Massenunterkunft für Flüchtlinge in Wimbern

21.05.2015

WIMBERN. In der Massenunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen-Marien-Krankenhaus in Wimbern gab es am heutigen Donnerstagabend (21. Mai 2015) gegen 21.10 Uhr erneut einen unbegründeten Feueralarm. Offensichtlich waren zwei Druckknopfmelder in einem der hinteren Gebäudeteile (früher: Schwesternwohnheim) mutwillig eingedrückt worden – ohne das es brannte. – Dies bestätigten die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Soest und die Wickeder Feuerwehr-Leitung übereinstimmend gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“.

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Wickede (Ruhr) sowie ein Streifenwagen der Werler Polizei-Wache und ein Rettungstransportwagen (RTW) des Kreises Soest rückten daraufhin nach Wimbern aus.

Die Feuerwehr sei mit fünf Fahrzeugen sowie rund dreißig Einsatzkräften vor Ort gewesen, hieß es seitens der Einsatzleitung.

Alarm im Nebengebäude ausgelöst

Der Alarm sei im ehemaligen „Schwesternwohnheim“ des Marien-Krankenhauses ausgelöst worden.

Wiederum hätten – vermutlich Bewohner der „Zentralen Unterbringungseinrichtung“ (ZUE) – mutwillig die Scheiben von zwei Feuermeldern eingeschlagen und die Druckknöpfe gedrückt. Infolge dessen sei die automatische Brandmeldeanlage (BMA) ausgelöst worden, erklärte die Polizei.

Mindestens der dritte „mutwillig ausgelöste Fehlalarm“

Bei dem heutigen Brandlarm handelte es sich mindestens um den dritten „mutwillig ausgelösten Fehlalarm“ in diesem Jahr in der „Zentralen Unterbringungseinrichtung“ (ZUE), der nicht begründet war. 

Verursacher kaum ermittelbar – Einsatzkräfte verärgert

Die Verursacher dafür seien bei der Größe des Gebäudes und der Menge der Menschen wohl nicht ermittelbar, hieß es bereits in der Vergangenheit.

Einsatzkräfte zeigten sich bereits damals verärgert über den Missbrauch des Feuer-Notrufes, nachdem man festgestellt hatte, dass es sich um eine absichtliche Falsch-Alarmierung handelte. 

Die Rechnung zahlt der Steuerzahler

Wie Fachbereichsleiter Jürgen Schlautmann von der Gemeindeverwaltung Wickede (Ruhr) bereits früher gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ mitteilte, ergehe für jeden selbst verschuldeten Fehlalarm durch eine Brandmeldeanlage (BMA) ein Kostenbescheid durch die Kommune.

Die Gemeinde schicke diese an die Bezirksregierung Arnsberg beziehungsweise das Land Nordrhein-Westfalen als Betreiber der Einrichtung.

Die Rechnung zahlt also unter’m Strich der Steuerzahler.

Falschen Brandalarm auslösen, um zu klauen

Über die Gründe, warum jemand die Brandmeldeanlage ohne Feuergefahr auslöst, kann man nur spekulieren, da die schuldigen Täter wohl in den meisten Fällen nicht ermittelt werden können.

Bei der Pressekonferenz der Kreispolizeibehörde Soest zur Kriminalitätsentwicklung 2014 wurde jedoch geäußert, dass Straftäter innerhalb einer Massenunterkunft einen Alarm auslösen könnten, um nach der Evakuierung der Mitbewohner deren menschenleere Zimmer nach Geld und Wertgegenständen zu durchsuchen – und diese zu stehlen.

Aus der Notunterkunft für Asylbewerber in Rüthen ist der Polizei ein solcher Vorfall wohl aus dem vergangenen Jahr bekannt.

Ansehen der anderen Asylsuchenden wird auch geschädigt

Geschädigt werden durch ein paar Kriminelle aber nicht nur die Steuerzahler sondern auch mehrheitlich die anderen Asylbewerber.

Rund 650 Flüchtlinge hätten aufgrund des falschen Brandalarms aus der Einrichtung evakuiert werden müssen, hieß es heute. – An Leib und Leben zu Schaden gekommen sei niemand.

Die Verärgerung über solche mutwilligen Fehlalarme wird auf Seiten aller Einsatzkräfte aber immer deutlicher spürbar.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE

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Feuerwehr-Fahrzeug bei einem Fehlalarm vor der ZUE in Wimbern ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Feuerwehr-Fahrzeug bei einem Fehlalarm vor der ZUE in Wimbern ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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