Wasserwerke Westfalen: Fischtreppen für „ökologische Durchgängigkeit“ der Ruhr

29.08.2015

WICKEDE (RUHR) / SCHWERTE. Die „Wasserwerke Westfalen“ haben in Schwerte nun das letzte ihrer Laufwasserkraftwerke an der Ruhr umweltorientiert mit einer „Fischtreppe“ aufgerüstet. Auf rund 60 Flusskilometern – an denen das Unternehmen seine Stauwehre und Wasserkraftanlagen betreibt – besteht nun eine „ökologische Durchgängigkeit“ für Fische und bodenlebenden Kleinlebewesen, die durch die neu geschaffenen Aufstiegsanlagen die Höhenunterschiede zwischen Ober- und Unterwasser überwinden können. Auch an der Ruhr in Echthausen wurde vor einiger Zeit eine solche Anlage gebaut.

Damit haben die „Wasserwerke Westfalen“ eines der wichtigen Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt.

„Unsere Wasserkraftanlagen leisten einen entscheidenden Beitrag zur umweltfreundlichen, regenerativen Energiegewinnung. Doch sie benötigen Stauwehre. Für Fische bedeuten diese Querbauwerke in den Fließgewässern häufig das Ende ihrer Reise“, erkärte Geschäftsführer Ingo Becker dazu.

Aus diesem Grunde hätten die „Wasserwerke Westfalen“ ihre Laufwasserkraftwerke sukzessive mit Fischtreppen ausgestattet.

Fünf Millionen Euro in Aufstiegsanlagen investiert

Diese technischen Bauwerke stellten sicher, dass Fische und andere bodenlebenden Kleinlebewesen auch gegen die Strömung die Höhenunterschiede zwischen Ober- und Unterwasser und die Querbauwerke überwinden können.

Die Aufrüstung aller Stauwehre ermögliche den Fischen künftig eine Wanderung zu Laich-, Aufzucht- und Nahrungsgebieten im Zuständigkeitsbereich der „Wasserwerke Westfalen“. Dafür habe das Unternehmen innerhalb der letzten vier Jahre rund fünf Millionen Euro in entsprechende Maßnahmen investiert.

Fische wieder auf Wanderung durch den Fluß

Aktuelle Kontrollen an den Fischtreppen belegten, dass zahlreiche Fische unterschiedlicher Arten und Größen wieder auf Wanderung durch die Ruhr seien, erklärte Pressesprecherin Tanja Vock gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“. Neben Bachforellen, Barben, Döbeln, Elritzen, Eschen und Mühlkoppen sowie Rotaugen habe man bereits Gründlinge, Schmerlen und viele Aale beobachtet.

ANDREAS DUNKER für "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"

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NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis '90 / Grüne) begutachte zusammen mit Geschäftsführer Ingo Becker und Bernd Müller von den "Wasserwerken Westfalen" sowie Ulrich Detering von der Bezirksregierung Arnsberg die neue Fischtreppe in Schwerte. FOTO: WASSERWERKE WESTFALEN
NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis '90 / Grüne) begutachte zusammen mit Geschäftsführer Ingo Becker und Bernd Müller von den "Wasserwerken Westfalen" sowie Ulrich Detering von der Bezirksregierung Arnsberg die neue Fischtreppe in Schwerte. FOTO: WASSERWERKE WESTFALEN

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