Kreis Soest soll ab Freitag noch 400 weitere Flüchtlinge in provisorischer Erstaufnahme-Einrichtung unterbringen

24.09.2015

KREIS SOEST. Die neue Arnsberger Regierungspräsidentin Diana Ewert hat Landrätin Eva Irrgang vom Kreis Soest um Amtshilfe bei der Unterbringung von weiteren Flüchtlingen gebeten. Die Kreisverwaltung soll bis Freitag (25. September 2015) neue Unterkunftsmöglichkeiten als Erstaufnahme für weitere 400 Flüchtlinge im Kreisgebiet schaffen.

Der Kreis hat einen Koordinierungsstab gebildet, um die Unterbringung der angekündigten 400 Flüchtlinge vorzubereiten und zu begleiten. Der Kreis stellt die Dreifachturnhalle an seinem Lippe-Berufskolleg in Lippstadt als Unterkunft zur Verfügung. Ein auf dem daneben liegenden Sportplatz errichtetes 1.000 Quadratmeter beheizbares Zelt mit festem Boden soll sicherstellen, dass insgesamt 400 Personen untergebracht werden können. Für die Essensausgabe wird die Einfachturnhalle des Lippe-Berufskollegs genutzt.

Der Schul- und Vereinssport an den Einrichtungen des Lippe-Berufskollegs wurde abgesagt und muss bis auf weiteres ausfallen. Mitarbeiter der Kreis-Abteilung Immobilien prüfen derzeit im Auftrag des Koordinierungsstabs weitere geeignete Unterbringungsmöglichkeiten als Folgelösungen für die Turnhallen-Unterbringung. Denn die Kapazitäten sind laut Verfügung der Bezirksregierung bis Ende März 2016 vorzuhalten.

Das Kreis-Gesundheitsamt organisiert die medizinische Untersuchung und Betreuung der 400 Neuankömmlinge in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern.

Ein Wachdienst wurde engagiert, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Ein Informationsflyer und eine Informationsveranstaltung für die Nachbarschaft des Lippe-Berufskollegs sind in Vorbereitung. Auch ein Bürgertelefon soll geschaltet werden.

Weitere Informationen, auch über Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten durch Bürger, gibt es ab Donnerstagnachmittag, 24. September, auch auf der Homepage www.kreis-soest.de.

Bereits jetzt existierenden große Zentrale Unterbringungseinrichtungen (ZUE) des Landes NRW in Wickede-Wimbern (aktuell 480 – später bis zu 900 Plätze) und Rüthen (600) sowie Notunterkünfte in Lippstadt (210) und Soest (144). Zudem wird eine ehemalige Kaserne in Möhnesee-Echtrop als Unterkunft für voraussichtlich 1.000 Flüchtlinge vorbereitet.

Nicht zu vergessen die dezentral untergebrachten Asylbewerber und Asylanten in den sieben Städten und sieben Gemeinden des Kreises Soest.

ANDREAS DUNKER für "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"

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