Polizei warnt vor „Autobahngold“ als vermeintlich wertvolles Pfand oder lukratives Schnäppchen

04.10.2015

KREIS SOEST. „Ich habe kein Geld und mein Tank ist leer! Bitte, würden sie mir 50 Euro leihen? – Ich lasse ihnen meinen Goldring oder den Schmuck meiner verstorbenen Mutter als Pfand hier. Bitte helfen sie.“ – So oder ähnlich sprächen Betrüger häufig Autofahrer an Raststätten oder an Autobahn-Anschlussstellen an, warnt die Kreispolizeibehörde Soest.

Die Täter – „oft aus Südosteuropa“ – nutzen bei ihrer Masche vielfach die Hilfsbereitschaft gutgläubiger Menschen aus. Häufig täuschten sie auch eine Panne oder Benzinmangel vor – und würden dann um Geld zur Unterstützung bitten.

Als Pfand oder als vermeintlich lukratives Tauschobjekt würde häufig vergoldeter Messingschmuck angeboten, der aber im Verhältnis zu der erbetenen Geldsumme „wertlos“ sei, warnt die Kreispolizeibehörde. Die Opfer sollten sich auch nicht von irgendwelchen „Stempeln“ auf den Ringen oder Ketten täuschen lassen. Auch diese seien in der Regel gefälscht.

Daher rät die Polizei: Seien Sie vorsichtig, wenn ihnen ungewöhnlich günstige Waren oder vermeintliche Wertgegenstände auf der Straße zum Tausch oder Kauf angeboten werden. Edelmetall-Schmuck sollte generell nur bei vertrauenswürdigen Geschäftspartnern gekauft werden. Autobahnen und Landstraßen seien keine seriösen Orte für derartige Käufe. Zudem sei immer ein gesundes Maß an Skepsis geboten.

Hintergrund für die Warnung sind Kontrollen der Polizei in der vergangenen Woche: Dabei entdeckten die Beamten der Kreispolizeibehörde zwei verdächtige Rumänen im Alter von 28 und 38 Jahren, die bereits einschlägig wegen Betruges im Zusammenhang mit dem so genannten „Autobahngold“ in Erscheinung getreten sind. Auch bei der Polizei-Kontrolle trugen die Männer wieder verdächtig viele goldfarbene Ringe an ihren Fingern …

Nach Feststellung der Personalien konnte die Polizei den beiden Rumänen allerdings nur einen Platzverweis erteilen, da keine aktuelle Straftat bekannt ist.

Die Kreispolizeibehörde bittet die Bürger sie über die Notrufnummer 110 zu informieren, wenn sie Anbieter von „Autobahngold“ bemerken

Weitere Tipps zu diesem Thema erhalten Interessierte in jeder Polizei-Dienststelle oder unter www.polizei-beratung.de im Internet.

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Oft täuscht der goldene Schein. FOTO: POLIZEI
Oft täuscht der goldene Schein. FOTO: POLIZEI

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