Kirchengemeinde hat Konzession für Gastsättenbetrieb beantragt

15.11.2015

WICKEDE (RUHR). Die evangelische Kirchengemeinde Wickede (Ruhr) hat eine Gaststättenkonzession erworben und wird offiziell ab dem 1. Dezember 2015 ein „Beerdigungscafé“ anbieten. Im Anschluss an Bestattungen können Angehörige künftig den Saal des Luther-Hauses für ein gemeinsames Kaffeetrinken mit den Trauergästen buchen.

Neben den Räumlichkeiten bietet die Kirchengemeinde dabei auch Service-Personal für die Küche und zur Bewirtung sowie Speisen und Getränke an. Auch Nicht-Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde sollen das „Beerdigungscafé“ für Trauerfeiern buchen können.

Bewirtung für bis zu 100 Personen möglich

Bewirtet werden können Gesellschaften bis zu 100 Personen, erklärte Presbyter Hartwig Meier im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“. Die Organisation des Services erfolge über das evangelische Gemeindebüro. Kirchliche Veranstaltungen hätten bei der Terminplanung für die Raumnutzung allerdings weiterhin Vorrang.

Die Bewirtung solle zu marktüblichen Preisen wie in der gewerblichen Gastronomie angeboten werden. Als Service-Personal setze die Kirchengemeinde nicht auf ehrenamtliche Helfer sondern auf 450-Euro-Mitarbeiter, die ohnehin teilweise schon für die Pfarrei tätig seien. Verantwortlicher „Gastronom“ wird Pfarrer Dr. Christian Klein, der dazu noch eigens eine Schulung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) bekommt.

Zusammenarbeit mit Bäckereien und Catering-Betrieben

Brot und Brötchen würden durch das kircheneigene Personal selbst geschmiert und belegt. Ebenso würde in der kleinen Küche neben dem Gemeindesaal der Kaffee frisch aufgebrüht.

Gebäck und Kuchen ließe man dagegen von kommerziellen Bäckereien anliefern. Sofern die Auftraggeber auch Suppen wünschten, ließe man diese durch einen externen Catering-Betrieb bringen.

Durch die Gaststättenkonzession habe man auch eine Erlaubnis zum Alkoholausschank, erklärte Hartwig Meier. Allerdings wolle man neben alkoholfreien Warm- und Kaltgetränken nur Flaschenbier und kein „frisch Gezapftes“ anbieten.

Immer weniger gewerbliche Gastronomiebetriebe

Nachdem es in Wickede immer weniger gewerbliche Gastronomiebetriebe mit kleinen Sälen für die volkstümlich auch als „Leichenschmaus“ bezeichnete Zusammenkunft der Trauernden nach der Beerdigung gäbe, wolle die Kirchengemeinde diesen Service in Zukunft für Hinterbliebene anbieten.

In der Bevölkerung gibt es – nach Ansicht von Hartwig Meier – durchaus ein Bedürfnis für ein solches „Beerdigungscafé“, welches es in anderen Kirchengemeinden längst existiert.

Auch andere Feiern im Luther-Haus möglich

Auf Anfrage aus der Gemeindeversammlung am heutigen Sonntag (15. November 2015) erklärten Pfarrer und Presbyterium, dass man die Gaststättenkonzession und das Service-Team auch für die Ausrichtung von Tauffeiern und so weiter nutzen könne. Die Mitarbeiter hätten alle ein sogenanntes „Frikadellen-Diplom“ gemacht, sprich eine Belehrung des Kreisgesundheitsamtes zum sachgerechten Umgang und zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln erhalten.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Der Saal des Martin-Luther-Hauses soll künftig nicht nur für Gemeindeversammlungen sondern auch für ein "Beerdigungscafé" genutzt werden ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Der Saal des Martin-Luther-Hauses soll künftig nicht nur für Gemeindeversammlungen sondern auch für ein "Beerdigungscafé" genutzt werden ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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