Bürgermeister stellt Planungen für Mannesmann-Industriebrache vor

22.11.2015

WICKEDE (RUHR). Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) rechnet noch vor Weihnachten mit einer Vertragsunterzeichnung zwischen der Gemeinde Wickede (Ruhr) und dem Salzgitter-Konzern. Dies teilte der Verwaltungschef am Freitagabend (20. November 2015) im Rahmen einer Mitgliederversammlung des Siedlerbundes Wickede im „Verband Wohneigentum“ im Saal der Gaststätte Korte in Wimbern mit.

Dabei geht es der Kommune um den Erwerb des ehemaligen Mannesmann-Geländes in der Ortsmitte von Wickede.

Bis zum Abschluss der Sanierung der Industriebrache könnten aber noch einige Jahre vergehen. Michalzik geht von einer Fertigstellung erster Straßen und Häuser nicht vor dem Jahr 2020 aus.

Unter anderem müssten teilweise belastete Bodenbereiche auf dem Firmengelände gegen gute Erde ausgetauscht werden.

Eine genaue Summe für diese Aufbereitung könne man erst nach entsprechenden Bodenuntersuchungen nennen. – „Ein vor einigen Jahren erstelltes Gutachten ging von Sanierungskosten bis zu 1,7 Millionen Euro aus", erklärte der Bürgermeister. Im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE" sagte Michalzik weiter: „Kosten hängen im Detail auch davon ab, ob Bodenmaterial vor Ort aufbereitet und wieder verwendet werden kann."

Kooperation der Kommune mit „Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung“

Hierbei wird die Gemeinde mit dem „Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung“ kooperieren, einer Facheinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen, die den Kommunen als Partner bei entsprechenden Sanierungen dient. – Der Verband dürfe aber nur bei der Sanierung von Flächen tätig werden, die im Besitz von Kommunen seien, daher erfolge zunächst der Kauf des Geländes durch die Gemeinde, erklärte Michalzik.

Der nordrhein-westfälische Verband solle dann voraussichtlich in den Jahren 2018 / 2019 die Sanierung der Industriebrache im Auftrage der Gemeinde Wickede (Ruhr) durchführen. Die Landes-Einrichtung übernehme auch rund achtzig Prozent der Gesamtkosten für die notwendigen Recyclingmaßnahmen auf der mehr als 18.000 Quadratmeter umfassenden Brachfläche in zentraler Lage.

Erweiterungspläne von ALDI, EDEKA und Senioren-Service-Wohnblocks

Am Rande des Areals plant der EDEKA-Konzern eine Erweiterung des Wickeder Marktes von Martin Hahn. Dazu sei bereits eine an das bestehende Geschäft angrenzende große Grundstücksfläche von EDEKA erworben worden, erklärte Michalzik. Mit dem Eingang eines entsprechenden Bauantrages rechnet der Verwaltungschef – aufgrund von Gesprächen der Gemeindeverwaltung mit den Investoren – bereits in Kürze. Michalzik weiter: „Im Zusammenhang mit der Erweiterung soll auch die Einmündung auf die Parkplätze verbessert werden."

Am Rande des ehemaligen Mannesmann-Geländes sei zudem eine dritte Service-Wohnanlage für Senioren in der Nachbarschaft zu den bestehenden Ruhrtal-Residenz-Gebäuden geplant.

Außerdem hat ALDI bekanntlich bereits nach Erweiterungsmöglichkeiten für seinen Wickeder Markt bei der Kommune angefragt (wir berichteten).

Moderne Wohnungen in Sechsfamilienhäusern mitten in der Ortsmitte

Im Bereich der noch zu sanierenden Brachfläche mit ihren mehr als 18.000 Quadratmetern könnte sich Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) persönlich gut zwei- bis dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit beispielsweise sechs Wohnungen in attraktiven Größen zwischen 70 und 90 Quadratmetern vorstellen. Ähnlich einem aktuellen Projekt der Kreis-Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft (KWS) mit entsprechenden Stadtwohnungen in Soest. Dieses kennt Michalzik in seiner Funktion als Aufsichtsrat der KWS.

Diese Wohneinheiten seien modern und lukrativ. Außerdem könne man diese neue Art der Wohnungen gut vermarkten. Sie kämen bei den Interessenten in Soest jedenfalls gut an.

Bislang hatte der Gemeinderat unter anderem über die Realisierung von Einfamilienhäusern sowie Doppelhäusern öffentlich debattiert. Allerdings hatte man von Anfang an klar gemacht, dass es sich dabei nur um erste Gedankenspiele handele und man alleine aus Kostengründen auch Mehrfamilienhäuser in die neue Siedlung in der Ortsmitte mit einplanen müsse.

Kein weiterer Lebensmittelmarkt im neuen Einkaufszentrum von Wickede

Michalzik sprach sich vor der Siedlergemeinschaft gegen einen weiteren Lebensmittelmarkt neben dem neuen Wickeder Einkaufszentrum an der Christian-Liebrecht-Straße aus. Aus politischer Sicht strebe man mit Priorität eine Nahversorgung auf dem jetzigen Firmengelände der Spedition Bauerdick an. (Siehe nebenstehenden Bericht!)

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Die Industriebrache des ehemaligen Mannesmann-Werkes in der Wickeder Ortsmitte ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Die Industriebrache des ehemaligen Mannesmann-Werkes in der Wickeder Ortsmitte ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Deutlich aus der Luft in der Ortsmitte von Wickede erkennbar: die Industriebrache an der Bahnlinie LUFTBILD: ANDREAS DUNKER / NRW-IMAGE.DE
Deutlich aus der Luft in der Ortsmitte von Wickede erkennbar: die Industriebrache an der Bahnlinie LUFTBILD: ANDREAS DUNKER / NRW-IMAGE.DE

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