ZUE: Erneut missbräuchliche Alarmierung von Rettungskräften

20.04.2016

WICKEDE (RUHR). WICKEDE (RUHR). Zu einem erneuten missbräuchlichen Fehlalarm kam es am heutigen Mittwochabend (20. April 2016) in der „Zentralen Unterbringungseinrichtung“ (ZUE) in Wimbern. Nachdem offenbar ein Druckknopfmelder mutwillig und unbegründet eingedrückt wurde, rückten die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Wickede (Ruhr) und der Rettungsdienst des Kreises Soest sowie ein Streifenwagen der Polizei gegen 22.25 Uhr zu der Massenunterkunft für Flüchtlinge aus.

Vor Ort stellte der erste Erkundungstrupp der Wehr allerdings schnell fest, dass kein Brandfall vorlag und es sich scheinbar um eine missbräuchliche Alarmierung der Rettungskräfte handelte. Ausgerückt zu dem spätabendlichen Einsatz waren erneut Fahrzeuge und Mannschaften aus Wickede, Wimbern und Echthausen.

ANDREAS DUNKER für "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"


WICHTIGE ANMERKUNG DER REDAKTION: Als Redaktion möchten wir im Zuge der Berichterstattung über die wiederholten Fehlalarme in der Flüchtlingsunterkunft in Wimbern ausdrücklich darauf hinweisen, dass man zwar nicht mehr von Einzelfällen bei der missbräuchlichen Alarmierung der Rettungskräfte sprechen kann, sehr wohl aber berücksichtigen muss, dass es sich um Einzeltäter handelt, die die Gesamtheit der rechtschaffenen Asylsuchenden in Verruf bringt. Bei aktuell bis zu 480 Bewohnern in der ZUE verursacht ein einzelner Straftäter, der zu unrecht eine Brandmeldung auslöst, einen riesigen Ärger. Alle anderen Flüchtlinge sind allerdings selbst "Opfer" dieses einen Idioten (der Kraftausdruck darf an dieser Stelle ausnahmsweise mal in einem journalistischen Text verwendet werden). Denn alle Bewohner eines Gebäudekomplexes müssen nach dem ausgelösten Alarm erst einmal evakuiert werden und draußen im Freien warten, bis die Feuerwehr den Fehlalarm bestätigt und die Rückkehr der Menschen ins Gebäude wieder genehmigt. Also: So sehr man sich über Notruf-Missbräuche auch aufregen mag, eine Pauschalverurteilung der Flüchtlinge in diesem Zusammenhang wäre ungerecht und dumm. Hier gilt es differenziert zu denken, so schwer einem dies bei allen Emotionen auch fallen mag.

ANZEIGE
Ein Druckknopfmelder in der Massenunterkunft für Flüchtlinge in Wimbern ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Ein Druckknopfmelder in der Massenunterkunft für Flüchtlinge in Wimbern ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

Anmeldung zum Newsletter

Lassen Sie sich aktuell per E-Mail über die wichtigsten Schlagzeilen informieren!

ANZEIGEN

ANZEIGE Zahnarztpraxis Dr. Clemens Frigge und Marta Dinstak
ANZEIGE
ANZEIGE Stadtwerke-Froendenberg
ANZEIGE
Anzeige
 
 
ANZEIGE
ANEIGEN
 
 
 
 

Gefördert mit finanziellen Mitteln der LfM-Stiftung "Vor Ort NRW."

LOGO Vor Ort NRW
 
 

TERMINE

Keine Einträge vorhanden

BUTTON