Hoberg’s Bäckereien: Rund 80 Mitarbeiter in Wickede betroffen

28.04.2016

[U P D A T E: 15.00 UHR] – WICKEDE (RUHR). Welche Folgen hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung mit der geplanten wirtschaftlichen Sanierung für die 425 Mitarbeiter der „Hoberg’s Bäckereien GmbH“? Darüber wurden am heutigen Donnerstag (28. April 2016) ab 11 Uhr die Beschäftigten des 1992 gegründeten Unternehmens in zwei zeitversetzten Betriebsversammlungen informiert.

Ein Berater der Großbäckerei mit Geschäftssitz im Gewerbegebiet Westerhaar in Wickede machte im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ deutlich, dass man etwa zwei bis drei Monate für die Neustrukturierung der Bäckerei-Kette benötige.

Auszahlung der Mitarbeiterlöhne vorerst gesichert

In dieser Zeit seien die Arbeitsplätze der Beschäftigten auf jeden Fall gesichert und die bisherigen Löhne würden in vollem Umfange weiter gezahlt. Keiner der Mitarbeiter würde am Monatsende weniger wie bislang auf dem Konto haben. – Nach Gesprächen mit der Agentur für Arbeit sei dies gesichert, hieß es.

Ob angesichts des hohen Wettbewerbsdrucks durch Backshops in Discountern und Supermärkten sowie Selbstbedienungsbäckereien alle Filialen gehalten werden könnten, bliebe abzuwarten. – Unter anderem käme es auf die Verhandlungen mit Vermietern und Gläubigern an, die zu einer Entschuldung und zu einer wirtschaftlichen Fortführung der Hoberg’schen Großbäckerei führen sollen.

Knapp 80 Beschäftigte in Wickede

In Wickede beschäftige die „Hoberg’s Bäckereien GmbH“ rund 50 Mitarbeiter in der Backstube und etwa ein Dutzend Leute im Bereich „Logistik“ sowie knapp zehn Angestellte in der Verwaltung und Filialbetreuung, so ein Sprecher.

Hinzu kämen die Verkäuferinnen in der Filiale an der Hauptstraße in Wickede. Insgesamt zähle die Großbäckerei Hoberg 34 Filialen in ganz Nordrhein-Westfalen.

Wesentliche Entlassungen am Stammsitz seien nicht geplant, hieß es weiter. Denn man wolle den mittelständischen Betrieb nach der Neuaufstellung ja fortführen.

Positive Signale aus der Mitarbeiterschaft

Von den Mitarbeitern seien heute bei der Betriebsversammlung schon mal positive Signale gekommen, dass sie am Erhalt der Firma des geschäftsführenden Alleingesellschafters Heinrich Hoberg (67) mitwirken wollten, zog ein Unternehmensberater eine erste Bilanz im Gespräch mit "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE".

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Die Hoberg-Filiale in der Wickeder Ortsmitte FOTO: CARINA WESTERWELLE
Die Hoberg-Filiale in der Wickeder Ortsmitte FOTO: CARINA WESTERWELLE

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