Böswillig oder fahrlässig? Weitere nächtliche Fehlalarmierung der freiwilligen Feuerwehr

28.04.2016

WICKEDE (RUHR). Die Serie der nächtlichen Feuerwehr-Fehlalarmierungen aus der Massenunterkunft für Flüchtlinge in Wimbern reißt nicht ab: In der Nacht vom gestrigen Mittwoch zum heutigen Donnerstag (27./28. April 2016) sorgte ein Rauchmelder der automatischen Brandmeldeanlage gegen 0.30 Uhr für die Benachrichtigung der Rettungsleitstelle des Kreises Soest. Diese wiederum alarmierte die Wickeder Wehr, die mitten in der Nacht mit rund 30 ehrenamtlichen Einsatzkräften ausrücken musste.

Vor Ort in der „Zentralen Unterbringungseinrichtung“ (ZUE) stellte der Erkundungstrupp der mit rund 30 Helfern sowie etlichen Fahrzeugen angerückten Feuerwehr schnell fest: Kein Feuer! Daher endete der Einsatz gegen 1.00 Uhr.

Ob der unberechtigte Brandalarm böswillig oder fahrlässig ausgelöst wurde, vermochte Gemeindebrandinspektor Georg Ptacek am heutigen Donnerstagmorgen (28. April 2016) nicht zu sagen. Er hofft aber immer noch auf eine schnelle Lösung des riesigen Problems für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Wickede (Ruhr).

Bislang erschienen bei Brandalarmen aus der ZUE zwar immer noch um die dreißig Feuerwehrleute zum ehrenamtlichen Einsatz. Die Verärgerung unter den Kameraden über mutwillige Fehlalarme aus der Massenunterkunft für Flüchtlinge sei inzwischen aber schon recht groß, so Ptacek im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“.

Kreisbrandmeister Thomas Wienecke hatte auf der Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wickede (Ruhr)  im Januar 2016 davon berichtet, dass Feuerwehrleute in Ost-Deutschland sich teilweise weigerten zu Brandalarmen in Flüchtlingsunterkünften auszurücken. – Ein Negativ-Beispiel, welches im Kreis Soest keine Schule machen sollte. Darin war sich Wienecke mit seinem Stellvertreter und Wickeder Feuerwehr-Leiter Georg Ptacek damals einig.

Gemeindebrandinspektor Georg Ptacek hofft nun auf ein klärendes Gespräch mit Vertretern der Arnsberger Bezirksregierung, die Betreiber der landeseigenen Flüchtlingsunterkunft in Wimbern ist, am morgigen Freitag. Der Termin sei allerdings noch nicht von allen wichtigen Akteuren bestätigt.

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Die Feuerwehr vor der ZUE in Wimbern ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Die Feuerwehr vor der ZUE in Wimbern ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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