Starkregen: Wenn aus Bächen reißende Flüsse werden …

03.06.2016

WICKEDE (RUHR) / NRW. Die heftigen Niederschläge der letzten Tage in Baden-Württemberg, Bayern und auch hier in Nordrhein-Westfalen zeigen, wie schnell sich vermeintlich kleine Bäche in Fluten verwandeln können. Bei einem Starkregen fällt innerhalb weniger Minuten oder Stunden die Niederschlagsmenge eines durchschnittlichen Monats. Diese Wassermengen können weder vom Boden absorbiert noch von der Kanalisation aufgenommen werden. Die Folge sind großflächige Überschwemmungen.

Im 4.500 Quadratkilometer großen Verbandsgebiet des Ruhrverbands – der beispielsweise auch die Kläranlage in Wickede und die Möhnetalsperre betreibt – sind die Pegelstände in den letzten Tagen zwar leicht angestiegen, bislang kam es aber noch nicht zu kritischen Hochwassersituationen.

Allerdings besteht bei der derzeitigen Großwetterlage durchaus die Gefahr, dass sich eines der mehr als 1.700 kleineren Gewässer im Ruhreinzugsgebiet durch ein örtliches Starkregenereignis schlagartig in einen reißenden Fluss verwandelt. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt der Ruhrverband daher, einige wichtige Hinweise zu beachten:

– Verlässliche Vorhersagen, wo ein Starkregenereignis eintreten wird, sind schwierig zu treffen. Oft könne nur mit wenigen Minuten Vorlauf prognostiziert werden, wo genau innerhalb kürzester Zeit große Niederschlagsmengen fallen werden. Die aktuelle Wettersituation sollte daher im Auge behalten werden, etwa über das Internet, Wetter-Apps oder andere Medien.

– Der Aufenthalt an oder gar in Gewässern, auch wenn diese harmlos erscheinen mögen, ist bei starkem Regen auf jeden Fall zu vermeiden. Selbst in kleinen Bächen kann eine plötzliche Flutwelle auftreten, die alles mitreißt, was ihr im Weg steht. Auf gar keinen Fall sollte Schutz vor dem Regen in Unterführungen, Tunneln oder verrohrten Wasserläufen gesucht werden. Es droht Lebensgefahr!

– Wer mit Kraftfahrzeugen unterwegs ist, für den gilt ebenfalls: Raus aus der Gefahrenzone! – So schnell wie möglich rechts ranfahren, ehe die schlechte Sicht ein Weiterkommen unmöglich macht. Es empfiehlt sich übrigens nicht, zum Schutz vor Lackschäden durch Hagelschlag in einer Unterführung stehenzubleiben. Auch Autos können – wie erst vor wenigen Tagen in Oberhausen geschehen – bis zum Dach im Wasser versinken.

Der Ruhrverband hält auf der Internetseite www.ruhrverband.de unter dem Menüpunkt „Flüsse und Seen“ „Talsperrensteuerung“ sowie unter www.talsperrenleitzentrale-ruhr.de aktuelle Informationen zu Pegelständen und ein Regenradar für das Ruhreinzugsgebiet bereit.

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Fahrzeug bei Regen auf der Hauptstraße ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Fahrzeug bei Regen auf der Hauptstraße ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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