Waldgottesdienst: Ein Hochamt im wahrsten Sinne des Wortes

30.08.2016

ECHTHAUSEN. Zum Hochamt im wahrsten Sinne des Wortes wurde der „Waldgottesdienst“ der katholischen Kirchengemeinde am Sonntag (28. August 2016) in Echthausen. Denn die Schützenbruderschaft St. Vinzentius hatte den Altar für den besonderen Gottesdienst am höchsten Punkt eines Berges aufgebaut – am sogenannten „Heilig Geist – Zu den fünf Buchen“. Und die Predigt von Pfarrer Thomas Metten vor den rund 200 Teilnehmern wurde aufgrund der Örtlichkeit sogar zu einer Art „Bergpredigt“.

Der „Waldgottesdienst“, der nur alle zwei Jahre stattfindet, stand unter anderem unter dem Leitgedanken „Heimat“. Echthausens Ortsvorsteher Rainer Belz erklärte dazu: „Heimat erlebt auch aktuell eine Renaissance als Gegenentwicklung zur Globalisierung und Internationalisierung. Es ist nicht mehr uncool, kein Kosmopolit zu sein und seine Gemeinde und sein Land zu mögen.“

Und passend zu dem Laubdach über den Gottesdienstbesuchern zitierte Belz sinngemäß: „Nicht wo Du die Bäume kennst, sondern wo die Bäume Dich kennen, ist deine Heimat!“

Echthausens Schützenoberst Stefan Reszel ging in seiner Ansprache ebenfalls auf den Begriff „Heimat“ ein und verband ihn mit der aktuellen Flüchtlingsthematik.

Musikalisch begleitet wurde die „Heilige Messe“ unter freiem Himmel vom Musikverein Echthausen unter Leitung von Dirigent Thomas Voß. Den optischen Rahmen bildeten Fahnenabordnungen der Schützenbruderschaften aus Echthausen und Wickede.

Nach dem Gottesdienst gab es noch Laugenbrezeln und kühle Getränke für die Gäste.

Rainer Belz hatte den Anwesenden anfangs die historische Bedeutung des Ortes erklärt: Bis Mitte des 16. Jahrhunderts habe Echthausen zur Mendener Urpfarrei St. Vinzentius gehört. Vielen Echthausenern sei der zweistündige Kirchweg zu Fuß dorthin aber zu anstrengend gewesen. Und so seien gerade die Älteren auf der Lichtung auf der Kuppe des Berges zurückgeblieben. Von hier aus hätten sie dann die Glockenklänge der Mendener Pfarrkirche gehört und zum Heiligen Geist gebetet. Dieser sei auch Namenspatron für die Lichtung und das Kloster der Steyler Missionsschwestern in der Nähe. Vor genau zwanzig Jahren hätte die Echthausener Schützenbruderschaft dann zur Erinnerung an diese Geschichte ein hölzernes Gedenkkreuz an dem Platz aufgestellt.

Der Wald sei heute im Besitz des Forstbetriebes Ketteler-Boeselager mit Sitz auf Schloß Höllinghofen in Vosswinkel, hieß es.

ANDREAS DUNKER für "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"

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Der Waldgottesdienst in Echthauisen FOTO: ANDREAS DUNKER
Der Waldgottesdienst in Echthauisen FOTO: ANDREAS DUNKER

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