GFO-Geschäftsführer über geplante Veränderungen im St.-Josef-Altenheim

16.11.2016

WICKEDE (RUHR) / OLPE / ARNSBERG. Im Senioren-Zentrum St. Josef in Wickede werde es in Folge des Trägerwechsels voraussichtlich einige „positive Veränderungen“ geben, erklärte Geschäftsführer Markus Feldmann von der „Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH“ (GFO) am heutigen Mittwochabend (16. November 2016) im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“.

Ob die angedeuteten Veränderungen allerdings auch so „positiv“ von allen Mitarbeitern des Alten- und Pflegeheims an der Straße „Am Lehmacker“ gesehen werden, bleibt abzuwarten. Denn wie Feldmann mitteilte, strebe der „Caritas-Verband Arnsberg-Sundern e.V.“ als neuer Träger der Einrichtung künftig eine enge Kooperation des Wickeder St.-Josef-Hauses mit seinem etablierten „Seniorenhaus Klostereichen“ am Stadtrand von Neheim-Hüsten an, welches über 113 Plätze in der stationären und Kurzzeit-Pflege verfügt.

Wirtschaftlichen Druck durch Kooperationen abfedern

Im Verbund mit den stationären Altenpflege-Einrichtungen des Caritas-Verbandes aus dem benachbarten Hochsauerlandkreis könnten sich für Wickede durchaus Synergieeffekte ergeben, betonte der GFO-Geschäftsführer. Zwar werde das St.-Josef-Haus mit Pflegedienstleiterin Carolin Kraeling eine eigene Leitung behalten, bei unterstützenden Diensten wie Hauswirtschaft und Haustechnik sei aber sicherlich eine engere Zusammenarbeit mit der nur zirka zwölf Kilometer entfernt liegenden Caritas-Einrichtung in Hüsten denkbar. – Durch effizienteren Personaleinsatz könne dann „wirtschaftlicher Druck“ abgefedert werden, erklärte Feldmann.

Ein Branchen-Experte sprach in diesem Zusammenhang von Lösungen wie einem „Hausmeister-Pool“. Aber auch Küchenpersonal oder Reinigungskräfte könnten betroffen sein.

Tarife für Mitarbeiter bei neuem katholischen Träger vergleichbar

Generell gelte bei der Caritas als neuem Träger ein vergleichbares „Tarifwerk“ wie bei der GFO als derzeitigem Arbeitgeber, betonte Feldmann. Deshalb werde es durch den bevorstehenden Wechsel beispielsweise beim Lohn und so weiter kaum Veränderungen für die Mitarbeiter in Wickede geben.

Bei der Nachfolgeregelung habe man zudem Wert darauf gelegt, dass die neuen Betreiber des St.-Josef-Hauses auch aus dem katholischen Milieu stammen und einen seriösen Ruf als Arbeitgeber hätten.

An einen anderen Dienstherren und eventuell auch an neue Computerprogramme und Dokumentationssysteme müssten sich die rund 60 Mitarbeiter (summiert etwa vierzig Vollzeit-Stellen) in der Ruhrgemeinde allerdings voraussichtlich gewöhnen.

Wechsel soll für Heimbewohner und Mieter der Senioren-Wohnungen „unspektakulär“ verlaufen

In Wickede gäbe es aktuell 70 Plätze – „inklusive drei eingestreuter Kurzzeitpflegeplätze“ im Alten- und Pflegeheim St. Josef, so Feldmann. Für die 70 Heimbewohner sowie die Mieter in den benachbarten Senioren-Wohnanlagen „St.-Klara-Hof“ und „St.-Antonius-Hof“ werde der Trägerwechsel voraussichtlich ganz „unspektakulär“ verlaufen und keine wesentlichen Veränderungen mit sich bringen. Die Entgelt-Tarife sollten beispielsweise stabil bleiben.

Angehörige erst am heutigen Abend in Versammlung informiert

Wie GFO-Geschäftsführer Markus Feldmann im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ mitteilte, habe es nach der Auflösung des Ordensfrauen-Konventes der Olper Franziskanerinnen im St.-Josef-Haus in Wickede bereits sehr bald Überlegungen in der Geschäftsführung gegeben sich ganz von der rund 90 Kilometer entfernt befindlichen Liegenschaft in der Ruhrgemeinde zu trennen.

Die Hausleitung habe man dabei schon etwas früher informiert. Am letzten Freitag (11. November 2016) habe man dann auch die Mitarbeitervertretung (MAV) unter Leitung von Ulrike Czerwinski in Kenntnis gesetzt.

Das Gros der Mitarbeiter habe am gestrigen Dienstagmittag (15. November 2016) von dem geplanten Trägerwechsel erfahren.

Am heutigen Mittwochabend um 17 Uhr habe man dann auch die Angehörigen der Alten- und Pflegeheimbewohner sowie die Mieter der benachbarten Senioren-Wohnungen in einer Versammlung über die Veränderungen informiert.

Zudem habe Einrichtungsleiterin Carolin Kraeling im Laufe des heutigen Tages auch Bürgermeister, Pfarrer und andere wichtige Kontaktpersonen telefonisch über den Trägerwechsel zum 1. Januar 2017 unterrichtet.

Für fast alle sei die Nachricht sehr überraschend gekommen, bestätigte Feldmann.

Rentable Einrichtung mit 70 Betten

Auf Nachfrage von „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ erklärte GFO-Geschäftsführer Markus Feldmann: „Das Haus ist wirtschaftlich gut aufgestellt.“ – Die Betriebsgröße mit 70 Betten sei im Verbund mit anderen stationären Altenpflege-Einrichtungen durchaus rentabel.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“


LESEN SIE AUCH UNSEREN BEITRAG:

16. November 2016: Arnsberger Caritas-Verband übernimmt Seniorenzentrum von Olper Franziskanerinnen | wickede.ruhr HEIMAT ONLINE

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Carolin Kraeling als Leiterin des St.-Josef-Hauses und Pfarrer Thomas Metten von der katholischen Kirchengemeinde am 3. Juli 2015 bei der Verabschiedung der letzten Ordensschwestern der Olper Franziskanerinnen aus Wickede. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Carolin Kraeling als Leiterin des St.-Josef-Hauses und Pfarrer Thomas Metten von der katholischen Kirchengemeinde am 3. Juli 2015 bei der Verabschiedung der letzten Ordensschwestern der Olper Franziskanerinnen aus Wickede. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Messfeier in der Kapelle des St.-Josef-Hauses bei der Verabschiedung der letzten Franziskanerinnen aus Wickede. Rechts im Bild: GFO-Geschäftsführer Markus Feldmann ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER 
Messfeier in der Kapelle des St.-Josef-Hauses bei der Verabschiedung der letzten Franziskanerinnen aus Wickede. Rechts im Bild: GFO-Geschäftsführer Markus Feldmann ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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