Straßen.NRW lässt Wickede im Regen stehen: Bürger greifen zur Selbsthilfe

26.07.2017

WICKEDE. Was sich da am gestrigen Montag und heutigen Dienstag (24./25. Juli 2017) teilweise auf den Wickeder Gemeindestraßen abspielte, kann man nur als absolutes „Verkehrschaos“ beschreiben. Auf Grund der großteils mangelhaften Beschilderungen rund um die B-63-Baustelle fuhren Pkw und Lkw nicht nur lange Umwege um die gesperrte Hauptstraße sondern auch in Sackgassen, da der umgeleitete Verkehr nicht rechtzeitig davor gewarnt wurde, dass es ab einem bestimmten Punkt nicht mehr weiter ging.

Selbst Dirk Berghoff – als Techniker des Landesbetriebes „Straßen.NRW“ vor Ort für die Bauüberwachung zuständig – sprach gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ wörtlich von einem „Chaos“. Schuld an dem Malheur bei der Umleitungsbeschilderung für den südlichen Bauabschnitt seien allerdings nicht die Planer seiner Behörde sondern die Mitarbeiter der mit der Verkehrsführung beauftragten Firma „Signature“ aus Unna. Am morgigen Mittwoch (26. Juli 2017) gebe es eine Besprechung mit allen Beteiligten, um möglichst schnell wieder eine richtige Struktur in den innerörtlichen Verkehr zu bekommen.

Polizei und Ordnungsamt zur Hilfe gerufen

Äußerst verärgerte Bürger warteten aber nicht auf die Maßnahmen der Behörde. Sie griffen zur Selbsthilfe: Neben der Missachtung von Durchfahrtsverboten und der Nutzung des Gehweges als Fahrbahn riefen Anlieger die örtliche Polizei und das kommunale Ordnungsamt zur Hilfe.

Die Wickeder Behördenvertreter wurden auch schnell tätig: Die Oberkommissare Stefan-Klaus Hansner und Gisbert Lutter vom heimischen Polizei-Posten sperrten mit ihrem Streifenwagen die Sackgasse zur Baustelle auf der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 63 und leiteten vor allem den auswärtigen Lkw-Verkehr um. Derweil legte Daniel Luig vom Ordnungsamt der Gemeinde Wickede (Ruhr) gleich selbst Hand an und räumte einige blödsinnige Schilder weg und stellte Warnhinweise an anderen Stellen wieder auf. Nach einer gewissen Zeit wurde er dabei schließlich auch von einem Verkehrstechniker-Team der Firma „Signature“ unterstützt.

„Ich hätte gerne das Katastrophen-Management gesprochen!“

Das Rathaus erhielt bis zum heutigen Vormittag recht unterschiedliche Anrufe von Anliegern. Neben freundlichen Telefonaten, die damit begannen: „Ich hätte gerne das Katastrophen-Management gesprochen!“ reichte das Spektrum fast bis zur "Beamten-Beleidigung", bei der es in einer Frage beispielsweise hieß, welche hoch dotierten Dilettanten denn für das Chaos auf Wickedes Straßen verantwortlich seien.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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FOTO: ANDREAS DUNKER
FOTO: ANDREAS DUNKER

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