STICHWORT: „Dîner en blanc“

28.07.2017

Als Ursprung des organisierten Massenpicknicks gilt eine Party von Francois Pasquier im Sommer 1998 in Paris. Als dessen privater Garten für eine riesige Anzahl von Gästen keinen Platz mehr bot, soll er die Feier angeblich kurzerhand in einen städtischen Park verlegt haben. Als die Polizei dort vorbeifuhr, um zu schauen, was dort los sei, sollen die Teilnehmer alle gleichzeitig mit ihren weißen Servietten gewunken haben.

Seitdem gab es wohl jährlich eine solche Sommerparty an einem öffentlichen Ort in Paris – und die Idee des „Dîner en blanc“ hat sich inzwischen international verbreitet.

Champagner und Wein – die beim französischen Vorbild gang und gäbe waren – sind andernorts kein Zwang. Verpflichtend für alle Teilnehmer – egal an welchem Ort auf der Welt – ist aber eine vollständig weiße Kleidung – und zwar von Kopf bis Fuß.

Die selbst mitgebrachten oder geliehenen Stühle und Tische werden beim „Dîner en blanc“ zu langen Tafeln zusammengestellt. Gemeinsam wird daran nobel diniert. Üblich ist dabei ein dreigängiges Menü mit kalten Speisen und Getränken. – Nur Grillen ist bei dem weltweit etablierten „Dîner en blanc“ nicht erwünscht.

Das „Dîner en blanc“ galt ursprünglich als exklusives Oberschicht-Event ohne kommerzielle oder politische Hintergründe. Allerdings hat sich der Charakter der Veranstaltung mittlerweile verändert und zieht vor allem bei den deutschen „Ablegern“ durchaus Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten an.

Die Anzahl der Teilnehmer an den exklusiven Events geht mittlerweile in die Tausende. So versammelten sich im Sommer 2012 alleine in Berlin rund 2.000 Bürger zu einem solchen Massenpicknick ganz in Weiß.

ANDREAS DUNKER für "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"

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BILDQUELLE: WIKIPEDIA
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