Linda Haselhorst: „Selbst, wenn man mal einen Fehler macht, fällt das nur selten auf.“

14.12.2017

WICKEDE (RUHR). Der Wickeder Jugendchor „Cantalino“ ist bei der WDR-Casting-Show „Der BESTE CHOR im Westen – die Entscheidung“ am Freitag, 15. Dezember 2017, mit vier weiteren Chören im Finale des landesweiten Wettbewerbs. Ab 20.15 Uhr wird die Sendung live aus dem Fernsehstudio in Köln-Bocklemünd ausgestrahlt. Entscheidend dabei ist nicht nur der Auftritt des Chores sondern vor allem das Abstimmungsergebnis des Publikums. Deshalb hofft der Wickeder Chor beim Tele-Voting auf möglichst viele Stimmen aus der Ruhrgemeinde. – Doch wer sind „die Cantalinos“ eigentlich? Der Chor ist nur die Summe seiner Stimmen. Doch welche Köpfe verbergen sich dahinter? Wir stellen die Mitglieder der erfolgreichen Chorgemeinschaft in einer aktuellen Interview-Reihe mal etwas individueller vor.

Linda Haselhorst ist seit 2012 im Wickeder Chor „Cantalino“ und singt dort „Sopran“. Die 17-jährige Werlerin ist ansonsten Schülerin der Oberstufe des Marien-Gymnasiums in ihrer Heimatstadt.


Warum bist Du Mitglied im Kinder- und Jugendchor „Cantalino“ geworden?

Ich bin damals Mitglied geworden, da ich Lust auf Singen hatte und eine Freundin von mir im Chor war, die mich dann einfach mal mitgenommen hat. Und wie man sieht, hat es mir so gefallen, dass ich immer noch da bin. (Grins)

Was gibt Dir der Chor? Wie hat er bislang Deine eigene Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst?

Zuerst einmal hat man durch den Chor neue Freundschaften entwickelt und mittlerweile eine ganze Gruppe hinter sich stehen, die immer für einen da sind. Der Chor bedeutet Spaß und man verbindet fast nie Stress damit, sondern genießt einfach das Singen mit den Leuten, die man gerne um sich hat. Zusätzlich habe ich hier natürlich auch erst richtig singen „gelernt“. Bevor ich in den Chor gegangen bin, war ich nämlich nicht gerade die beste Sängerin, was sich mittlerweile durch Stimmbildung und das ständige Singen verändert hat. Der Chor bringt einem auch ein Stück Sicherheit und Selbstbewusstsein.

Wie viele Stunden pro Woche trainierst Du Deine Stimme oder lernst Texte für den Chorgesang?

Das kommt tatsächlich ganz darauf an, wie viel ich außerhalb des Chores zu tun habe. Wenn ich also viel für die Schule machen muss oder irgendetwas anderes wichtiges ansteht, dann bleibt es lediglich bei den zwei Probestunden am Freitagabend. Aber jetzt, so kurz vor dem Finale, übe ich jeden Tag ein bisschen. Und allgemein kommt es natürlich immer darauf an, ob ein wichtiger Auftritt bevor steht. Man versucht dann immer in der Bahn oder im Bus oder beim Sport die Übungs-Playbacks zu hören, damit man wenigstens schon mal etwas im Kopf hat und nicht ganz unvorbereitet in die Proben geht.

Welche Hobbys hast Du außer dem Gesang im Chor?

Ich mache gerne Sport und treffe mich mit Freunden und schaue mir auch gerne Fernseh-Serien an.

Hast Du „Lampenfieber“ vor öffentlichen Auftritten vor großem Publikum? Falls ja, was machst Du dagegen?

Als ich noch ganz neu im Chor war und meine ersten richtigen Auftritte hatte, war ich immer sehr nervös und dachte schon, dass ich auf der Bühne vor Aufregung umkippen würde. Doch nach relativ kurzer Zeit ging das dann weg und mittlerweile nutze ich die leichte Nervosität immer positiv. Denn so ein bisschen Adrenalin ist manchmal auch ganz nützlich, um sich zu konzentrieren. Ein bisschen Nervosität gehört einfach immer dazu und man gewöhnt sich daran. Außerdem steht man ja schließlich nicht alleine da oben – und selbst, wenn man mal einen Fehler macht, fällt das nur selten auf.

Welches ist Dein Lieblingslied bei Proben und Auftritten?

Am besten gefällt mir „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“. Das war nämlich das erste Lied, welches ich im Chor gelernt habe. Und ich finde es wunderschön, weil es einen immer an den ersten Auftritt damals erinnert.

Welche Musik hörst Du neben Eurem Chorgesang in Deiner Freizeit?

Das ist ganz unterschiedlich. Ich mag grundsätzlich alles, wozu man tanzen kann und was gute Laune macht.

Was war bislang deine peinlichste Panne mit dem Chor auf der Bühne?

(Keine Antwort)

Wie finden Freunde und Bekannte es, dass Du Mitglied in einem „Gesangverein“ bist?

Die meisten finden es cool und kommen zu Konzerten, obwohl sie sich grundsätzlich nicht für Chormusik interessieren. Viele verbinden Chöre auch immer mit langweiligen Liedern und sind dann ganz positiv überrascht, wenn sie junge Chöre mit modernen Stücken hören.

Unserer Jugend wird heute eher Individualismus und Egoismus nachgesagt. In der Chorgemeinschaft muss man seine eigene Persönlichkeit aber sicherlich eher zurückstellen und ist „nur“ Teil des Ganzen. Möchte man als junger Mensch nicht auch mal einzeln als „Star“ im Rampenlicht stehen und vielleicht irgendwo als Solist auftreten?

Gerade dass wir alle gemeinsam ein Lied singen, macht es aus. Es ist einfach klar, dass man jede einzelne Stimme braucht, damit sich hinterher so ein Gesamtklang ergibt. Durch das Singen im Chor kommt man aber auch häufig mal in die Situation, dass man mal gefragt wird: „Ey, du singst doch im Chor. Du kannst doch singen. Würdest du vielleicht auf meiner Hochzeit singen?“ oder ähnliches. Das ist dann zwar durchaus auch schön – aber nicht mal ansatzweise so schön wie im Chor zu singen, weil man dort beispielsweise viel mehr Möglichkeiten durch mehrstimmigen Gesang hat.

Welcher andere Chor im Finale gefällt Dir besonders gut?

Ich finde, dass alle teilnehmenden Chöre super gut sind und man sich durchaus von dem ein oder anderen Chor „eine Scheibe abschneiden“ könnte. Besonders gut finde ich aber den Jazzchor der Universität Bonn.

Warum sollen die Leute bei der Live-Sendung zum Finale des WDR-Wettbewerbs „Der BESTE CHOR im Westen“ am kommenden Freitag, 15. Dezember 2017, um 20.15 Uhr per Tele-Voting (Anruf oder SMS) für den Jugendchor „Cantalino“ stimmen?

Wenn man mal bedenkt, wie viele jüngere Mädels wir dabei haben und wie super die das machen und wie weit wir überhaupt schon gekommen sind, wäre es einfach schön, wenn wir noch weiter Unterstützung von all den lieben Anrufern bekommen würden. Das würde uns, glaube ich, mehr als alles andere freuen.

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Linda Haselhorst
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