„Patte“ für neue Paddel: Karnevalisten übergaben „Knete“ für Kanu-Kids

10.06.2017

WICKEDE (RUHR) / FRÖNDENBERG. Der Ruhrgebietler würde es wohl mit „Patte“ für Paddel umschreiben. Denn „Patte“ bedeutet in der urigen Umgangssprache der Metropolregion so viel wie „Geld“. – Aber auch die Alliteration „Knete für Kanu-Kids kommt von Karnevalisten“ klingt nicht schlecht.

Bei „Knete“ handelt es sich dabei ebenso wie bei „Patte“ um ein Synonym, sprich ein Wort mit gleicher Bedeutung, für Geld.

Und bei der zweiten Formulierung mit den in schneller Abfolge aneinander gereihten Wörtern mit dem Anfangsbuchstaben „K“ spricht man von einer Alliteration – einem Stil, bei dem die betonten Stammsilben benachbarter Wörter den gleichen Anlaut besitzen.

Da „Kids“ aber zu den im Journalismus verhassten Anglizismen für „Jugendliche“ zählt, beschreiben wir es lieber in publizistischer Prosa, die ohne Reim und Rhythmus daher kommt.

Wobei es ganz ohne doch nicht geht. Denn in dieser kurzen Meldung geht es ja um den „WiKaVau Helau“ – so nennt sich der Wickeder Karnevalsverein – und den Kanu-Club, der nach zwei „K“ klingt.

Kurzum: Die örtlichen Karnevalisten spendeten am gestrigen Freitag (9. Juni 2017) ein stattliches Sümmchen an die heimischen Kanuten.

Als Verwendungszweck gab WiKaVau-Vorsitzender Thomas Schmelzer dabei die „Jugendarbeit“ und die „Kinderarbeit“ des Kanu-Clubs vor. Die missverständliche Wortwahl „Kinderarbeit“ ergänzte er allerdings um die Erklärung, dass die Karnevalisten natürlich nicht die „Kinderarbeit“ sondern die ehrenamtliche Arbeit für Kinder in dem Verein mit ihrer Spende unterstützen wollten.

Jedenfalls übergab Thomas Schmelzer zusammen mit weiteren WiKaVau-Vorstandsmitgliedern einen symbolischen Scheck n Höhe von 222,22 Euro an den KC-Vorsitzenden Oliver Nolte und dessen ehrenamtliche Mitstreiter.

Rubel soll gleich wieder fürs Rudern rollen

Laut Jugendwart Dario Orth (23) und Jugendwartin Jana Gröhling (18) soll der „Rubel“ gleich wieder fürs „Rudern“ rollen, denn man will – wie gesagt – für die „Patte“ direkt neue Paddel anschaffen.

Die 222,22 Euro würden vermutlich gerade für den Kauf von zwei neuen Paddeln reichen, denn der Kanu-Sport sei nicht ganz billig und die Anschaffung vereinseigenen Equipments meistens sehr teuer, meinte Orth.

Bereits vor der nächste Woche anstehenden Jugendfreizeit vom 8. bis zum 14. Juni 2017 in Österreich könne man die „Moneten“ in neues Material investieren.

Wie KC-Pressesprecherin Sabine Bank im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ mitteilte, führe die Tour über Fronleichnam nach Scharnitz in Tirol. Daran würden ein Dutzend Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 14 Jahren sowie etwa ebenso viele erwachsene Betreuer teilnehmen, ergänzte Jugendwart Dario Orth. Für den Nachwuchs seien die Wildwasserfahrten über Isar, Loisach, Amer und Rissbach sowie die Übernachtung in Zelten sicherlich ein Erlebnis.

Aktuell zähle der Kanu-Club Wickede (Ruhr) rund 170 Mitglieder, berichtete KC-Vorsitzender Oliver Nolte im Gespräch mit "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE". Davon seien etwa 40 Kinder und Jugendliche, ergänzte Sabine Bank.

Und Dario Ort zeigte sich erfreut, dass davon immerhin zirka 15 sehr aktiv im Kanu-Sport engagiert sind.

Jugendgruppe trifft sich jeden Freitag: Neulinge willkommen

Um zu wenig Nachwuchs mache man sich daher aktuell keine Sorgen, waren sich die Verantwortlichen einig. Aber trotzdem seien bei den wöchentlichen Treffen am Freitag zwischen 17 und 19 Uhr immer gerne neue Gesichter gesehen. – Wer Interesse habe, solle sich einfach kurz melden.

Am heutigen Samstag (10. Juni 2017) gibt es zwischen 14 und 18 Uhr übrigens einen „Schnupperkurs“ am Bootshaus des Wickeder Kanu-Clubs. – Dieser ist allerdings bereits ausgebucht.

Das Bootshaus der Wickeder Kanuten direkt an der Ruhr liegt offiziell bereits auf Fröndenberger Stadtgebiet – allerdings unmittelbar an der Grenze zu Wickede. Ein idyllisches Plätzchen für die Wassersportler mit ihren Kajaks.

Auch die WiKaVau-Vorstandsmitglieder nutzen die angenehme Atmosphäre und den schönen Frühsommerabend noch etwas zum Verweilen am Bootshaus gegenüber dem alten Kraftwerk (auf unserem Foto im Hintergrund).

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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KC-Vorsitzender Oliver Nolte und die Jugendgruppe des Kanu-Clubs Wickede (Ruhr) nahmen die Geldspende in Form eines symbolischen Schecks über 222,22 Euro gerne von den Vorstandsmitgliedern des Wickeder Karnevalsvereins "WiKaVau Helau" unter Führung von Thomas Schmelzer entgegen. FOTO: ANDREAS DUNKER
KC-Vorsitzender Oliver Nolte und die Jugendgruppe des Kanu-Clubs Wickede (Ruhr) nahmen die Geldspende in Form eines symbolischen Schecks über 222,22 Euro gerne von den Vorstandsmitgliedern des Wickeder Karnevalsvereins "WiKaVau Helau" unter Führung von Thomas Schmelzer entgegen. FOTO: ANDREAS DUNKER

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