Bilanz der Feuerwehr nach dem Unwetter

Bei der Rettungsleitstelle des Kreises Soest gingen mehr als 250 Notrufe ein

10.08.2018

KREIS SOEST. Eine Unwetterfront hielt am gestrigen Donnerstag (9. August 2018) ab dem Nachmittag die Rettungsleitstelle des Kreises Soest und die vielen Feuerwehren im Kreis Soest in Atem. Die Leitstelle registrierte insgesamt rund 250 Notrufe. Daraus resultierten mehr als 70 Einsätze. – Dabei hätten vor allem umgestürzte Bäume oder Gegenstände auf Fahrbahnen beseitigt werden müssen, erklärte Dirk Behrens vom Presseteam der Feuerwehren im Kreis Soest dazu am heutigen Freitag (10. August 2018).

Besonders betroffen gewesen seien die Orte Bad Sassendorf, Ense, Lippstadt, Möhnesee und Soest. Aber auch in anderen kreisangehörigen Kommunen wie Erwitte, Geseke, Lippetal, Rüthen, Warstein und Welver sei es zu mehreren Einsätzen gekommen. Werl, Wickede (Ruhr) und Anröchte blieben dagegen von größeren Gewitter- und Sturmschäden verschont.

Ast auf Oberleitung der Bahn

In Ehringhausen, einem Ortsteil der Stadt Geseke, sei eine Oberleitung der Bahn in Mitleidenschaft gezogen worden, nachdem ein Ast aus einem Baum gebrochen und darauf gestürzt sei, hieß es.

„Ein Güterzug, der mit mehreren Kesselwagen mit Dieselkraftstoff beladen war, blieb darunter stehen und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen“, berichtete die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Geseke dazu.

Erste Meldungen, nach denen der Gefahrguttransport auf den Schienen in Brand geraten sein sollte, hätten sich zum Glück nicht bestätigt. Durch einen Notfallmanager der Deutschen Bahn AG sei die Oberleitung schließlich abgeschaltet und geerdet worden. Danach habe die Geseker Feuerwehr den Ast beseitigt.

„Die Anwohner haben die Lage richtig eingeschätzt und erst einmal entsprechend die Feuerwehr alarmiert“, betonte der Soester Kreisbrandmeister Thomas Wienecke dazu.

Während des Einsatzes blieb die Bahnstrecke für den Zugverkehr komplett gesperrt. Auch der Bereich des Bahnhofes wurde vorsorglich weiträumig abgesperrt.

Blitz in Wohnhaus eingeschlagen

Während des Gewitters sei in einem Wohngebäude in Heintrop in der Gemeinde Lippetal auch ein Blitz eingeschlagen, berichtete Feuerwehr-Sprecher Dirk Behrens in seiner kreisweiten Einsatzbilanz zu den gestrigen Unwettern.

Die Elektro-Installation des Hauses sei dadurch beschädigt worden. Zu einem Feuer im Gebäude sei es aber nicht gekommen.

Alarmierungen durch automatische Brandmeldeanlagen

Vermutlich auf Grund der Witterung hätten auch zahlreiche automatische Brandmeldeanlagen (BMA) im Kreis Soest unnötige Alarme ausgelöst, so Behrens. Unter anderem sei dies beispielsweise in der Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Warstein der Fall gewesen.

In Bad Sassendorf habe die Feuerwehr außerdem einen brennenden Wohnwagen in der Nähe eines Gebäudes löschen müssen.

Freiwillige Feuerwehren kommen zurzeit häufig an ihre Leistungsgrenzen

Nach der langen Trockenheit und den daraus resultierenden zahlreichen Bränden im Kreis Soest in den letzten Wochen seien die gehäuften Einsätze durch Gewitter und Sturm eine zusätzliche Belastung für die ehrenamtlichen Helfer der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Soest gewesen, erklärte Dirk Behrens.

Und der Soester Kreisbrandmeister Thomas Wienecke ergänzte dazu: „Wir helfen den Menschen in Notlagen, solange wir Personal und Material zur Verfügung haben. Feuerwehr ist eine Berufung und kein Hobby. Natürlich ist es aber so, dass die Feuerwehren zurzeit häufig an ihre Leistungsgrenzen kommen. Dies kann nur durch interkommunale Zusammenarbeit gelöst werden.“

Im Vergleich zu anderen Regionen sei der Kreis Soest aber noch „glimpflich davongekommen“, hieß es.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Kreisbrandmeister Thomas Wienecke ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Kreisbrandmeister Thomas Wienecke ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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