Team „Kindeswohl“ des Jugendamtes der Kreisverwaltung Soest:

Eineinhalbjähriger Junge aus Wickede ist bei seinen Eltern in guter Obhut

13.09.2018

WICKEDE (RUHR) / SOEST. Warum lief ein eineinhalbjähriges Kind am heutigen Donnerstag (13. September 2018) gegen 8.10 Uhr alleine, barfuss und nur mit einem Schlafanzug bekleidet über die Ringstraße in Wickede? Und warum meldete sich seine Familie erst um 12 Uhr mittags bei der Polizei, nachdem diese bereits einen großen Suchaufruf nach den Eltern des Kleinkindes via Internet und Radio gestartet hatte. – Die Erklärung ist ganz einfach.

Nachdem Passanten das unbegleitete Kind aufgegriffen und die Polizei alarmiert hatten, wurde dieses vorübergehend im katholischen St.-Josef-Kindergarten in Wickede untergebracht.

Doch warum gab es zwischenzeitlich binnen der vierstündigen Abwesenheit des eineinhalbjährigen Jungen von zu Hause keine Vermisstenmeldung der Angehörigen an die Polizei?

Großvater sollte auf Enkel aufpassen während Eltern weg waren

Für die zwei Mitarbeiterinnen des Teams „Kindeswohl“ des Jugendamtes der Kreisverwaltung aus Soest, die dem Fall nachgingen und mit der Familie sprachen, stellte sich die Situation wie folgt da:

Die Eltern hatten morgens früh das Haus verlassen und den Großvater gebeten, dass er auf seinen eineinhalbjährigen Enkel aufpassen solle. Offenbar wachte der Steppke allerdings früher als der alte Herr auf und nutzte die Chance, um aus dem Haus zu schleichen und alleine einen Spaziergang zu machen.

Mutter und Vater, die unter anderem zur Arbeit außerhalb Wickedes weilten, wähnten ihr Kind hingegen in guter Obhut bei dem Opa in der Ruhrgemeinde.

Dieser suchte offenbar erst selbstständig nach dem vermissten Enkel, bevor er aus den Medien von der Suche der Polizei nach den Eltern des allein aufgegriffenen Kindes erfuhr.

Betreuerinnen des Jugendamtes führten intensives Gespräch mit der Familie

Begleitet von zwei Betreuerinnen des Jugendamtes nahm der Großvater schließlich im katholischen St.-Josef-Kindergarten seinen entlaufenen Enkel wieder in Empfang.

Gemeinsam wartete man dann im Elternhaus auf die Rückkehr der Mutter, die sich allerdings hinzog, da die Eltern auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind.

Nach einem intensiven Gespräch mit der Mutter, kamen die Kreis-Mitarbeiterinnen vom „Team Kindeswohl“ schließlich zu der Auffassung, dass der Junge in der Familie „gut aufgehoben“ sei und sich der unglaubliche Fall nur auf Grund einer Verkettung unglücklicher Umstände ereignen konnte.

ANDREAS DUNKER für "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"

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