Veränderte Bedingungen in der Betreuung

Beträchtliche Kosten für Modernisierungen der kommunalen Kindergärten

17.09.2018

ECHTHAUSEN / WIEHAGEN. Die Gemeindeverwaltung sieht einen „beträchtlichen“ Investitionsbedarf für die Modernisierung der zwei kommunalen Kindertageseinrichtungen in Echthausen und Wiehagen. – Dies geht aus einer Sitzungsvorlage von Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) für den politischen Rat der Gemeinde Wickede (Ruhr) hervor.

Sowohl in dem mehr als 50 Jahre alten Gebäude des Regenbogen-Kindergartens in Wiehagen als auch in dem mehr als 40 Jahre alten Gebäude des Max-und-Moritz-Kindergartens in Echthausen gebe es einen erheblichen Modernisierungsbedarf, heißt es aus dem Rathaus. Zwar sei die Bausubstanz durch regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen sowie die gute Pflege durch eigenes Personal „in einem guten Zustand“, trotzdem müssten dringend bauliche Veränderungen für die heutigen Anforderungen der Kindertagesbetreuung geschaffen werden.

Immer jüngere Kinder müssen eine immer längere Zeit betreut werden

Das Klientel der kommunalen Einrichtungen habe sich in den letzten Jahren stark geändert, denn immer jüngere Kinder müssten eine immer längere Zeit betreut werden, heißt es in der Vorlage. Und weiter: „Die Einnahme eines Mittagessens in der Einrichtung ist mittlerweile selbstverständlich und eher die Regel, als die Ausnahme. Daher nehmen auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten immer mehr Raum ein.“

Digitalisierung macht auch vor den Kindertageseinrichtungen nicht halt

Zudem müssten auf Grund der Ganztagesbetreuung geeignete Ruheräume und Rückzugsmöglichkeiten aber auch Plätze für den Bewegungsdrang der Kinder vorhanden sein.

Außerdem mache auch die Digitalisierung vor den Kindertageseinrichtungen nicht halt und die Gemeinde müsse sich um Netzwerktechnik, Hard- und Software kümmern, da der der Einsatz von neuen Medien und Lernprogrammen in einigen Bereichen die Arbeit der Erzieherinnen erleichtern könne.

Zum aktuellen Arbeitsalltag des Personals in den Einrichtungen gehörten inzwischen Beratungsgespräche und Bildungsdokumentationen, Beobachtung und Diagnostik sowie  Konzeptarbeit aber auch die Organisation des Essens, das Windelwechseln und der Umgang mit zunehmend herausfordernden Kindern, meint das Rathaus.

Lärmbelastung durch bauliche Maßnahmen spürbar reduzieren

Weiterhin könne die Lärmbelastung für die Kinder und ihre Betreuerinnen durch spezielle raumakustische Elementen im Rahmen von baulichen Modernisierungsmaßnahmen „spürbar reduziert“ werden.

Des Weiteren betrachtet das Rathaus die Sanierung der teils Jahrzehnte alten Sanitäranlagen und die Schaffung von Speiseräumen als dringend erforderlich, die dann zusätzlich als Differenzierungsräume beispielsweise für die heilpädagogische Arbeit genutzt werden könnten.

Detailierte Investitionsplanung und Finanzierungsmöglichkeiten in einigen Wochen

Eine detaillierte Investitionsplanung zur mittelfristige Umsetzung in zeitlichen Bauabschnitten solle dem politischen Rat der Gemeinde Wickede (Ruhr) in einigen Wochen zu seiner weiteren turnusmäßigen Sitzung vorgelegt werden, so Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU). Dann wolle man auch über die Finanzierungsmöglichkeiten informieren.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Der kommunale Max-und-Moritz-Kindergarten in Echthausen ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Der kommunale Max-und-Moritz-Kindergarten in Echthausen ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Die Leiterin des Echthausener Max-und-Moritz-Kindergartens Susanne Goebel mit ihrer Vorgängerin Ulrike Grüter (rechts) ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Die Leiterin des Echthausener Max-und-Moritz-Kindergartens Susanne Goebel mit ihrer Vorgängerin Ulrike Grüter (rechts) ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Der Regenbogen-Kindergarten in Wiehagen – hier mit Fachbereichsleiterin Susanne Modler aus dem Rathaus, der pensionierten Kindergartenleiterin Marita Poliwoda und ihrer Nachfolgerin Janine Metscher sowie Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (von links) ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Der Regenbogen-Kindergarten in Wiehagen – hier mit Fachbereichsleiterin Susanne Modler aus dem Rathaus, der pensionierten Kindergartenleiterin Marita Poliwoda und ihrer Nachfolgerin Janine Metscher sowie Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (von links) ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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