Sturmtief „Eberhard“

Polizei und Feuerwehr: „Einsätze ohne Ende“

10.03.2019

WICKEDE (RUHR) / KREIS SOEST. Der Kreis Soest hat am heutigen Sonntagnachmittag (10. März 2019) einen Unwetter-Alarm für die Städte und Gemeinden der Region ausgelöst. – Die Freiwilligen Feuerwehren in allen 14 Kommunen seien bereits im Einsatz, erklärte ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Soest im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“. Auf Grund des über das Land ziehenden Sturmtiefs „Eberhard“ sowie der weiteren Voraussagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit amtlicher Warnung vor den Gefahren durch das Sturmtief „Eberhard“ sowie orkanartigen Böen mit bis zu 120 Stundenkilometern wurden alle Gerätehäuser der Feuerwehren mit Bereitschaftsdiensten besetzt. Zudem koordinieren die einzelnen Feuerwehren die Einsätze selbst vor Ort, um eine Überlastung der hauptamtlichen Disponenten in der zentralen Leitstelle zu vermeiden.

Auch im Gemeindegebiet von Wickede (Ruhr) rückte die Löschgruppe Wimbern bereits zur Gefahrenabwehr aus: An der Mendener Straße in Höhe des Heilig-Geist-Klosters der Steyler Missionsschwestern wurde ein großer Baum beseitigt, der auf die Fahrbahn zu stürzen drohte. Die Ortsdurchfahrt wurde während des Arbeitseinsatzes der ehrenamtlichen Kräfte gesperrt und der Verkehr über den Parkplatz des Klosters umgeleitet.

Ein weiterer Baum, der die Zufahrt eines Privatgrundstücks blockiert und vermutlich eine Telefonfreileitung getroffen hat, wird derzeit ebenfalls von den Wimberner Wehrleuten beseitigt.

Alle Feuerwehr-Gerätehäuser mit Bereitschaftsdiensten besetzt

Die Koordination der Einsätze in Wickede (Ruhr) obliegt derzeit dem stellvertretenden Feuerwehr-Leiter Sascha Seidel, da Gemeindebrandinspektor Georg Ptacek als stellvertretender Kreisbrandmeister im Krisenstab in Soest tätig ist.

Das Feuerwehr-Gerätehaus des Löschzuges 1 an der Oststraße in Wickede ist aktuell mit etwa 15 ehrenamtlichen Kräften besetzt. In Wimbern sind es auf Grund der Einsatzlage ebenso viele Leute und in der Wache in Echthausen sind momentan 15 Mann in Bereitschaft.

Dächer des Mariannen-Hospitals und der ZUE Echtrop beschädigt

Wie die Rettungsleitstelle des Kreises Soest auf Nachfrage von „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ berichtete, sei das Dach des Mariannen-Hospitals in Werl beschädigt. In Möhnesee-Echtrop sei zudem das Dach der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen worden. An beiden Orten sei die Feuerwehr im Einsatz.

Bislang nur Sachschäden im Kreis Soest

Personen seien bislang durch die Sturmschäden nicht verletzt oder getötet worden. Auch hätten weder die Bewohner der Asylunterkunft am Möhnesee noch die Patienten des Krankenhauses der Hellwegstadt auf Grund der Dachschäden evakuiert werden müssen.

Ebenso wie in Wimbern gebe es kreisweit einige weitere Straßensperrungen wegen des Sturms, so der Sprecher der Rettungsleitstelle.

Polizei-Leitstelle meldet „Einsätze ohne Ende“

Auch die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Soest meldete auf Nachfrage von „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ derzeit „Einsätze ohne Ende“.

Bahn hat Zugverkehr wegen Sturmtief „Eberhard“ eingestellt

Die Bahn hat ihren Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen aus Sicherheitsgründen eingestellt und Triebwagen sowie Waggons möglichst in ihren Bahnhöfen abgestellt.

Verhaltensempfehlungen für die Bürger

Den Bürgern wird empfohlen möglichst in ihren Wohnungen zu verbleiben sowie Fenster und Türen zu schließen.

Lose Gegenstände im Freien, die von dem Wind umherfliegen können, sollten möglichst ins Haus geholt oder anders gesichert werden. Dabei sollte allerdings niemand Gefahren für Leib und Leben riskieren.

Warnung vor herabstürzenden Ästen, Bäumen, Dachteilen, Baugerüsten und Freileitungen

In der amtlichen Wetterwarnung wird insbesondere vor morschen Ästen und Bäumen, losen Dachteilen, Baugerüsten und Freileitungen gewarnt, die auf Fußgänger oder Fahrzeuge herabstürzen könnten. Menschen sollten davon während der orkanartigen Böen möglichst Abstand halten.

Den Meteorologen zufolge soll der Sturm bis Mitternacht wieder etwas abflauen.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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