Blühende Ortsmitte ist Markenzeichen von Wickede

Änderungen in der Gärtnerei des kommunalen Bauhofes

14.05.2019

WICKEDE (RUHR). Die „blühende Ortsmitte“ in der „Industriegemeinde im Grünen“ hat er mit seinen farbigen Arrangements in den kommunalen Blumenbeeten wesentlich geprägt. Für den gelernten Gärtner Manfred Kolkmann (64) war die alljährliche Wechselbepflanzung der Beete nicht nur Beruf, sondern sicherlich auch Berufung. Die Auswahl der Blumenzwiebeln und -pflänzchen und die harmonische Gestaltung der Grünflächen war dem Wickeder Bauhof-Mitarbeiter offensichtlich stets eine Herzensangelegenheit. Mit viel persönlicher Hingabe gestaltete er geometrische Strukturen ebenso wie diverse Schriftzüge aus Blüten am Bahnhof. Damit trug er wesentlichen zum positiven Ansehen der Ruhrgemeinde bei Besuchern bei, die die Blüten-Pracht vielfach lobten. Nach 30-jähriger Tätigkeit beim gemeindeeigenen Bauhof ist Manfred Kolkmann zum 30. April 2019 nun in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Ein stiller Abschied ohne öffentliche Aufmerksamkeit für den Mann, der in den vergangenen drei Jahrzehnten das äußere Erscheinungsbild der Gemeinde Wickede (Ruhr) so wesentlich mitprägte. Bauhofleiter und Gärtnermeister Reiner Kräenfeld (59) ließ ihm dabei stets freie Hand, da er sich fachlich auf seinen Mitarbeiter verlassen konnte.

Nach dem Ausscheiden von Kolkmann hat die Gemeinde Wickede (Ruhr) das Gärtner-Team des kommunalen Bauhofes jetzt verjüngt und um einen weiteren Mitarbeiter aufgestockt. So verstärken Gärtnerin Corinna Vollmer (40) aus Hemer, die zuvor in einer „Baumschule“ und in einem Zierpflanzen-Betrieb beschäftigt war, sowie  Landschaftsgärtner Max Oeleker (28) aus Soest ab sofort die kommunale Arbeitsgruppe mit dem „grünen Daumen“.

Dazu gehören des weiteren die etablierten Teilzeitkräfte Birgit Lange (55) und Susanne Wittmers (53) sowie die Vollzeit-Mitarbeiter Markus Grewe (49), Julian Rüsing (34), Frank Sattler (43) und Meinolf Wittmers (53). Ebenso wie ihre neuen Kollegen kümmern sie sich neben der Wechselbepflanzung von Blumenbeeten unter anderem auch um die Pflege von Bäumen und Sträuchern, Parks, Spiel- und Sportplätzen sowie anderen Grünanlagen der Ruhrgemeinde.

Bauhof beschäftigt zirka zwei Dutzend Mitarbeiter

Beim Bauhof der Gemeinde Wickede (Ruhr) arbeiten aktuell insgesamt 25 Mitarbeiter. Dazu gehören auch Leiter Reiner Kräenfeld (59) und Julia Brinkmann (37) aus Werl-Sönnern als Teilzeitkraft für die Verwaltung, die täglich fünf Stunden im Büro präsent ist.

Absehbar ist dabei allerdings, dass Georg Ptacek (62) – seines Zeichens auch ehrenamtlicher Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wickede (Ruhr) – im Sommer 2020 in den Ruhestand gehen wird, so dass die Belegschaft dann voraussichtlich auf 24 Mitarbeiter schrumpft.

„Blühende Ortsmitte ist ein schönes Markenzeichen für Wickede“

„Die blühende Ortsmitte ist ein schönes Markenzeichen für Wickede geworden, dass auch in Zukunft gepflegt werden soll“, bekannte sich Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) zu dem wesentlich durch die „Handschrift“ von Manfred Kolkmann und seinen Gärtner-Kollegen geprägten Erscheinungsbild des Wickeder Zentrums mit seinen bunt blühenden Blumenbeeten.

Teilweise mehrjährige Stauden statt Wechselbepflanzungen mit Saison-Blumen

Für die laufende Gartensaison seien Blumenzwiebeln und -pflanzen auch schon weitestgehend bei den Zuliefer-Betrieben bestellt, hieß es. Für die Zukunft wolle die Kommune aber einige neue Akzente setzen.

So erklärte Bauhof-Leiter Reiner Kräenfeld am heutigen Dienstag (14. Mai 2018) im Gespräch mit unserem lokalen Nachrichten-Portal „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“, dass einige Beete mit mehrjährigen Staudengewächsen bepflanzt werden sollten, um nicht ständig alle Flächen neu machen zu müssen.

Dadurch könnten Arbeitszeiten für die Wechselbepflanzungen eingespart werden. Denn aktuell müssten die Gemeinde-Gärtner jedes Jahr zwischen zehn- und zwölftausend Sommerblumen pflanzen sowie weitere zwei- bis dreitausend Stiefmütterchen und einige tausend Blumenzwiebeln (Tulpen und Narzissen) setzen.

Gemeinde will „Insekten-Wiesen“ im öffentlichen Raum anlegen

Zum Erhalt der Artenvielfalt wolle die Gemeinde Wickede (Ruhr) zudem künftig auf einigen öffentlichen Flächen spezielle „Insekten-Wiesen“ anlegen, so der aus Hamm stammende Gärtnermeister Kräenfeld gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“.

Mit einem großen Anteil an Landschaftsschutzgebieten im Bereich der Gemeinde gäbe es allerdings auch so schon einige Flächen für die freie Entwicklung der Natur. Dazu gehörten unter anderem  Feuchtgebiete wie das Strullbachtal in Wiehagen oder andere kleine Gewässersäume als Gemeindegrund.

Der überwiegende Teil der Industriegemeinde ist „grün“

Insgesamt seien mehr als Dreiviertel des Gemeindegebietes ja Wasser, Wald-, Wiesen- und Acker- sowie andere Grünflächen, betonten Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) und der zuständige Fachbereichsleiter Markus Kleindopp im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“.

Kommunale Verwaltungsspitze sieht lokale Landwirtschaft in der Verantwortung

Was Umwelt- und Naturschutz angeht, sehen die kommunalen Verwaltungschefs deshalb auch die heimische Landwirtschaft in der Verantwortung, die staatliche Förderprogramme nutzen solle, um Monokulturen zu vermeiden und vielfältige insektenfreundliche Angebote für alle Arten zu schaffen.

Ein Hektar große Versuchsfläche auf der Haarhöhe

In Kürze sollen auf lokaler Ebene auch Mischungen mit Samen verschiedener Gräser und Kräuter getestet werden. Zusammen mit Landwirt Eberhard Wenner aus Wiehagen werde die Gemeinde Wickede (Ruhr) in nächster Zeit dazu ein 1 Hektar großes Feldstück nördlich der Haarhöhe – nahe von „Arndts Kreuz“ – mit Gräsern und Kräutern bestücken, berichteten der Bürgermeister und der Fachbereichsleiter weiter im Gespräch mit „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“.

Zudem werde eine weitere kleine „Insekten-Insel“ mit einer Blühmischung gerade an der Ecke „Am Lehmacker“ und Bergstraße auf einer ehemaligen Rasenfläche aufgebracht, so Kleindopp. Das Gras hätte der Bauhof schon umgepflügt.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“      

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Bauhofleiter Reiner Kräenfeld und Fachbereichsleiter Markus Kleindopp mit dem kommunalen Gärtner-Team: Susanne Wittmer, Corinna Vollmer, Frank Sattler, Max Oeleker, Markus Grewe und Meinolf Wittmers sowie Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) (von links) FOTO: GEMEINDE WICKEDE (RUHR) / RUTH HORNKAMP
Bauhofleiter Reiner Kräenfeld und Fachbereichsleiter Markus Kleindopp mit dem kommunalen Gärtner-Team: Susanne Wittmer, Corinna Vollmer, Frank Sattler, Max Oeleker, Markus Grewe und Meinolf Wittmers sowie Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) (von links) FOTO: GEMEINDE WICKEDE (RUHR) / RUTH HORNKAMP
In den gläsernen Gewächshäusern des Wickeder Bauhofes überwintern alljährlich zahlreiche große Blütenpflanzen für die öffentlichen Grünanlagen. Zudem werden hier neu gelieferte Pflanzen von Zulieferern bis zu ihrer Ausbringung zwischengelagert. Hier im Bild: Susanne Wittmers FOTO: GEMEINDE WICKEDE (RUHR) / MARTIN MICHALZIK
In den gläsernen Gewächshäusern des Wickeder Bauhofes überwintern alljährlich zahlreiche große Blütenpflanzen für die öffentlichen Grünanlagen. Zudem werden hier neu gelieferte Pflanzen von Zulieferern bis zu ihrer Ausbringung zwischengelagert. Hier im Bild: Susanne Wittmers FOTO: GEMEINDE WICKEDE (RUHR) / MARTIN MICHALZIK
Für den gelernten Gärtner Manfred Kolkmann (64) war die alljährliche Wechselbepflanzung der Beete nicht nur Beruf, sondern sicherlich auch Berufung. Unter anderem kümmerte er sich bei Hitze und Trockenheit immer pflichtbewusst darum, dass die Blumenbeete bereits in den frühen Morgenstunden oder abends außerhalb direkter Sonneneinstrahlung mit Wasser berieselt wurden. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Für den gelernten Gärtner Manfred Kolkmann (64) war die alljährliche Wechselbepflanzung der Beete nicht nur Beruf, sondern sicherlich auch Berufung. Unter anderem kümmerte er sich bei Hitze und Trockenheit immer pflichtbewusst darum, dass die Blumenbeete bereits in den frühen Morgenstunden oder abends außerhalb direkter Sonneneinstrahlung mit Wasser berieselt wurden. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Blühendes Blumen-Rondell auf der Rasenfläche vor dem Bürgerhaus in der Wickeder Ortsmitte ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Blühendes Blumen-Rondell auf der Rasenfläche vor dem Bürgerhaus in der Wickeder Ortsmitte ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Bunte Blumen-Pracht unterhalb der steinernen Skulptur „Der Ruhende (Mensch)“ des spanischen Bildhauers Enrique Asensi, die im Jahre 1981 von der Kunst-Stiftung der Sparkasse Werl vor dem Bürgerhaus in Wickede aufgestellt wurde. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Bunte Blumen-Pracht unterhalb der steinernen Skulptur „Der Ruhende (Mensch)“ des spanischen Bildhauers Enrique Asensi, die im Jahre 1981 von der Kunst-Stiftung der Sparkasse Werl vor dem Bürgerhaus in Wickede aufgestellt wurde. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Zum Frühjahr sprießen tausende Tulpen und Narzissen aus den jährlich neu gesteckten Blumenzwiebeln in den öffentlichen Beeten in der Wickeder Ortsmitte. – Hier "Osterglocken" auf dem Marktplatz vor dem Rathaus ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Zum Frühjahr sprießen tausende Tulpen und Narzissen aus den jährlich neu gesteckten Blumenzwiebeln in den öffentlichen Beeten in der Wickeder Ortsmitte. – Hier "Osterglocken" auf dem Marktplatz vor dem Rathaus ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Die Blumenbeete rund um den Bahnhof verleihen dem Platz in der Blütezeit einen besonderen Charme. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Die Blumenbeete rund um den Bahnhof verleihen dem Platz in der Blütezeit einen besonderen Charme. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Zum Schützenfest wird die Wickeder Ortsmitte alljährlich besonders mit Blumenschmuck "herausgeputzt". ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Zum Schützenfest wird die Wickeder Ortsmitte alljährlich besonders mit Blumenschmuck "herausgeputzt". ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Zum 200-jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft St. Johannes Wickede und Wiehagen pflanzte Gärtner Manfred Kolkmann die Jahreszahl in blühender Form ins Beet vor dem Paradeplatz am Bahnhof. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Zum 200-jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft St. Johannes Wickede und Wiehagen pflanzte Gärtner Manfred Kolkmann die Jahreszahl in blühender Form ins Beet vor dem Paradeplatz am Bahnhof. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Das Mahnmal an der Ruhr erinnert an die Opfer der Möhnekatastrophe in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 und wird zur alljährlichen Gedenkfeier stets mit einer tollen Blumenbepflanzung umrahmt. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Das Mahnmal an der Ruhr erinnert an die Opfer der Möhnekatastrophe in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 und wird zur alljährlichen Gedenkfeier stets mit einer tollen Blumenbepflanzung umrahmt. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Auch der Dorfplatz an der Weststraße in Echthausen präsentiert sich alljährlich zum örtlichen Schützenfest der St.-Vinzentius-Bruderschaft in farbiger Blumen-Pracht. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Auch der Dorfplatz an der Weststraße in Echthausen präsentiert sich alljährlich zum örtlichen Schützenfest der St.-Vinzentius-Bruderschaft in farbiger Blumen-Pracht. ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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