Polizei · Staatsanwaltschaft · Kriminalität

Verletzter notoperiert: Messerstecher schon wieder auf freiem Fuß

20.10.2019

FRÖNDENBERG / MENDEN. Durch mehre Messerstiche in den Bauchbereich sei ein 25-jähriger Mann aus Menden am Freitagabend in einem Park in Fröndenberg schwer verletzt worden, erklärte Staatsanwalt Felix Giesenregen von der zuständigen Ermittlungsbehörde in Dortmund am heutigen Sonntag (20. Oktober 2019) im Gespräch mit unserem lokalen Nachrichten-Portal „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“. Der Verletzte sei nach der Tat mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert und dort notoperiert worden. Auf Grund seines schlechten Gesundheitszustandes sei der Mann noch nicht vernehmungsfähig.

Der mutmaßliche Täter, ein 30-jähriger Mann aus Fröndenberg, habe selbst telefonisch den Notruf des Rettungsdienstes alarmiert und die Polizei über das Geschehen informiert.

Sowohl bei dem möglichen Täter als auch bei dem Opfer handele es sich um syrische Staatsbürger, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Felix Giesenregen auf Nachfrage unserer Redaktion.

Bekanntschaft zwischen Messerstecher und Verletztem

Die beiden an der Auseinandersetzung beteiligten Syrer hätten sich offenbar persönlich gekannt und hätten Differenzen miteinander gehabt.

Der Messerstecher habe sich angeblich auf seinem Heimweg von dem anderen Syrer verfolgt gefühlt und ihn auf Grund einer Sehschwäche angeblich auch nicht sofort erkannt, berichtete der ermittelnde Staatsanwaltschaft nach ersten Vernehmungen des Beschuldigten. Bei dem Gerangel im Park habe der 30-Jährige sich eigenen Angaben zufolge nur mit dem Messer gewehrt, welches er als Mitarbeiter eines Döner-Imbisses nur zum Schärfen anderer Messer mitgeführt haben wolle.

Nebulöse Schilderung des angeblichen Tathergangs durch den Beschuldigten

Trotz eines hinzugezogenen Dolmetschers seien die Schilderungen des Tathergangs durch den mutmaßlichen Messerstecher allerdings „sehr, sehr nebulös“, so Giesenregen gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“.

Da sich der im Krankenhaus liegende Geschädigte zustandsbedingt noch nicht habe äußern können und es bislang keine weiteren Zeugen für die Tat gäbe, hätte man den Aussagen des Messerstechers vorerst Glauben schenken müssen. Denn die ermittelnden Beamten könnten ihm die geschilderte Notwehr-Situation aktuell nicht widerlegen.

30-jähriger Syrer nach Messerstecherei wieder auf freiem Fuß

Nach einer vorläufigen Festnahme des mutmaßlichen Täters am Freitagabend durch die Polizei, hätte diese den 30-jährigen Syrer aus Fröndenberg deshalb am Samstagvormittag auch wieder auf freien Fuß gesetzt. Denn die bisherige Beweislage habe nach Ansicht der Staatsanwaltschaft keinen dringenden Tatverdacht mehr für eine mögliche gefährliche Körperverletzung ergeben, betonte Felix Giesenregen. Deshalb habe die Staatsanwaltschaft am Wochenende auch keinen Untersuchungshaftbefehl bei Gericht beantragt.

Widersprüchliche Mitteilung durch das Polizeipräsidium Dortmund

Warum es dann in einer vom Polizeipräsidium Dortmund erst am heutigen Sonntag (20. Oktober 2019) gegen 12.30 Uhr verbreiteten Mitteilung an die Medien noch heißt: „Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes in Fröndenberg“ und demnach eine „Mordkommission“ eingerichtet wurde, ist in diesem Zusammenhang unverständlich und widersprüchlich und muss sicherlich in den nächsten Tagen seitens der verantwortlichen Behörden dringend aufgeklärt werden.

Ermittlungsbehörden erhoffen sich weitere Erkenntnisse durch Befragung des Geschädigten

Sobald der Geschädigte vernehmungsfähig sei, erhofften sich die Ermittlungsbehörden weitere Erkenntnisse in dem Fall. Eventuell sei bereits am morgigen Montag eine Befragung des Verletzten möglich, hofft Giesenregen.

Keine Anhaltspunkte für Streit im Drogenmillieu

Bislang lägen bei der Messerstecherei keine Anhaltspunkte für einen Streit im Drogenmilieu vor, betonte Staatsanwalt Felix Giesenregen, wenngleich der Tatort lokal offenbar als Drogenumschlagplatz bekannt sei.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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