Nach vier Verkehrsunfällen binnen fünf Tagen an einer Ampelkreuzung

Straßen.NRW nimmt Stellung zu vermeintlichem Defekt der Lichtzeichen-Anlage in Wimbern

23.10.2019

WIMBERN. Kann es sein, dass ein Defekt an der Lichtzeichenanlage für die Unfall-Serie an der Ampelkreuzung an der Arnsberger und Mendener Straße in Wimbern schuld ist? Sowohl die Kreispolizeibehörde Soest als ermittelnde Behörde bei den Verkehrsunfällen als auch der Landesstraßenbaubetrieb „Straßen.NRW“ als verantwortlicher Betreiber der Ampelanlage an der Einmündung der Bundesstraße 63 in die B 7 schließen dies bislang aus.

Während die Polizeibeamten vor Ort durch Zeugenaussagen erfahren haben, dass es sich bei allen vier Verkehrsunfällen binnen fünf Tagen an der gleichen Stelle um Fahrfehler der Unfallverursacher gehandelt hat, hat auch Straßen.NRW als Ampel-Betreiber sich inzwischen mit der Thematik befasst. Beide Seiten schließen technische Probleme aus und gehen weiterhin von menschlichem Versagen aus.

„Wenn es zu einem Rotlicht-Verstoß kommt und einer bei Rot und einer bei Grün fährt, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass es im Kreuzungsbereich zu einer Karambolage kommt“, meinte Rainer Schütte als Abteilungsleiter „Betrieb und Verkehr“ der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift in Paderborn am heutigen Mittwochnachmittag (23. Oktober 2019) auf Nachfrage unseres lokalen Nachrichten-Portals „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“.

Weiter erklärte der Experte: „Ampelschaltungen sind so programmiert, dass es nicht dazu kommen kann, dass zwei sogenannte ,feindliche Seiten‘ parallel Grün zeigen. Denn dann schalte sich die Lichtzeichenanlage auf der übergeordneten Hauptverkehrsachse ab und die untergeordnete Richtung zeigt ein blinkendes gelbes Warnlicht oder sie erlischt komplett. Bei einem solchen Ausfall – beispielsweise durch Blitzschlag – gilt die örtliche Beschilderung, nach der sich die Verkehrsteilnehmer dann zu richten haben. Bei der untergeordneten Richtung gilt dabei das Verkehrszeichen ,Vorfahrt gewähren‘. Diese Vorfahrtsregelung gilt natürlich auch, wenn die Ampel nur in Teilen nicht richtig funktioniert und das gelbe Warnlicht blinkt.“

Fachunternehmen hat Lichtzeichen-Anlage per Fernwartung geprüft

Alarmiert durch Anrufe aufgeregter Bürger und nach einem Hinweis durch die Kreispolizeibehörde Soest sowie dem Gespräch mit unserer Redaktion sei die Lichtzeichenanlage auf der Ampelkreuzung B7/B63 in Wimbern aber trotz alledem am heutigen Mittwochnachmittag (23. Oktober 2019) per Fernwartung von der Signalbaufirma „AVT STOYE“, einem Fachunternehmen für Verkehrstechnik in Köln, sicherheitshalber online einmal überprüft worden, betonte Schütte. Dabei habe sich gezeigt, dass alle Detektoren, Lampen und Schaltungen an der Ampel in Wimbern richtig funktionieren würden und in Ordnung seien. Somit sei ein Problem mit der Lichtzeichenanlage auszuschließen und diese auch nicht die Ursache für die ungewöhnliche Häufung an Verkehrsunfällen binnen fünf Tagen an der Kreuzung in Wimbern.

ANDREAS DUNKER für "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"

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Vier Verkehrsunfälle binnen fünf Tagen (Freitag, Samstag, Montag und am gestrigen Dienstag) auf einer Ampelkreuzung in Wimbern FOTO: ANDREAS DUNKER
Vier Verkehrsunfälle binnen fünf Tagen (Freitag, Samstag, Montag und am gestrigen Dienstag) auf einer Ampelkreuzung in Wimbern FOTO: ANDREAS DUNKER
Diplom-Ingenieur Rainer Schütte von der Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift von „Straßen.NRW“ in Paderborn/Meschede FOTO: STRASSEN.NRW
Diplom-Ingenieur Rainer Schütte von der Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift von „Straßen.NRW“ in Paderborn/Meschede FOTO: STRASSEN.NRW

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