Gemeindewerke Wickede (Ruhr)

Aufsichtsrat beschließt Strompreis-Erhöhung

12.11.2019

WICKEDE (RUHR). Der Strompreis der Gemeindewerke Wickede (Ruhr) wird zum Jahreswechsel teurer. Denn der Aufsichtsrat des kommunalen Versorgungsunternehmens hat am gestrigen Montagabend (11. November 2019) einer entsprechenden Beschlussvorlage zugestimmt. – Gemeindewerke-Geschäftsführer Michael Lorke bestätigte dies auf Anfrage unseres lokalen Nachrichten-Portals „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ drekt im Anschluss an die nicht-öffentliche Sitzung des Gremiums im Bürgerhaus.

Der „Allgemeine Stromtarif“ der Gemeindewerke werde zum 1. Januar 2020 um 6,7 Prozent erhöht, erklärte Lorke. Dies betreffe allerdings nur den Arbeitspreis pro Kilowattstunde (kWh). Denn der Grundpreis und das Zählermessentgelt blieben unverändert. Dadurch stiegen die Gesamtkosten aus allen drei Bestandteilen um insgesamt 6,2 Prozent, so Lorke.

„Bei einem Jahresverbrauch von 3500 kWh entstehen Mehrkosten von 63 Euro pro Jahr“, sagte der Chef des örtlichen Stromlieferunternehmens.

Gründe für die Kostensteigerung beim Strom gibt es einige …

Gründe für die Kostensteigerung beim Strom seien unter anderem die stark gestiegenen Beschaffungskosten am deutschen Strommarkt und eine Erhöhung der EEG-Umlage, hieß es aus Fachkreisen. Mittlerweile mache allein die EEG-Umlage ein Viertel des Gesamtpreises aus. Mit dieser Abgabe für Ökostrom werde der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert, wie beispielsweise Solar-, Windkraft-, Wasserkraft- oder Biogasanlagen. Hinzu kämen weitere Abgaben, Umlagen und Entgelte, die durch den Staat und die vorgelagerten Netzbetreiber vorgegeben würden und auf die lokale Stromversorger keinen Einfluss mehr hätten.

Die Umlage durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die Konzessionsabgaben an die Kommunen sowie die staatliche Stromsteuer, die Offshore-Haftungsumlage, die Netznutzungsentgelte und anderes umfassten inzwischen etwa Dreiviertel des Preises.

Gemeinde Wickede (Ruhr) muss mit niedriger Gewinnausschüttung rechnen

Aufsichtsratsvorsitzender Hans Regenhardt (CDU) hatte erst kürzlich in einer öffentlichen Sitzung der Wickeder Kommunalpolitik mitgeteilt, dass der Energiemarkt schwierig sei und der Kosten- und Wettbewerbsdruck steige. Daher müsse die Gemeinde Wickede (Ruhr) als 95-prozentiger Eigentümer der Gemeindewerke künftig von einer niedrigeren jährlichen Gewinnausschüttung ausgehen.

Fünf Prozent der Gemeindewerke Wickede (Ruhr) gehören den Fröndenberger Stadtwerken

Die restlichen fünf Prozent der Gemeinde Wickede (Ruhr) gehören übrigens der Stadtwerke Fröndenberg GmbH, die wiederum zu hundert Prozent Eigentum der Stadt Fröndenberg ist. Nach dem Gesellschaftervertrag haben die Stadtwerke Fröndenberg als Minderheitengesellschafter allerdings keinen Sitz im Aufsichtsrat.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Der Aufsichtsrat der Gemeindewerke Wickede (Ruhr) mit Vorsitzendem Hans Regenhardt und Geschäftsführer Michael Lorke kurz vor Beginn seiner Sitzung im Bürgerhaus in Wickede. Es fehlt auf dem Bild: Christa Lenz (FDP). FOTO: ANDREAS DUNKER
Der Aufsichtsrat der Gemeindewerke Wickede (Ruhr) mit Vorsitzendem Hans Regenhardt und Geschäftsführer Michael Lorke kurz vor Beginn seiner Sitzung im Bürgerhaus in Wickede. Es fehlt auf dem Bild: Christa Lenz (FDP). FOTO: ANDREAS DUNKER

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