Drei Kanidaten für Wahl des Nachfolgers von Superintendent Dieter Tometten nominiert

Wahlsynode des Kirchenkreises Soest-Arnsberg entscheidet, ob Pfarrer Dr. Christian Klein Wickede bald verlässt

15.11.2019

SOEST / WICKEDE (RUHR). „Das wird spannend!“ sagte Superintendent Dieter Tometten (65) am gestrigen Donnerstagnachmittag (14. November 2019) bei einem Gespräch mit Medienvertretern im Kreiskirchenamt in Soest. Damit meinte er die Wahl zu seinem Amtsnachfolger am 18. Januar 2020 im Kirchenzentrum in Meschede.

Dazu hat der Nominierungsausschuss des Synodalvorstandes drei potentielle Kandidaten von insgesamt sechs Bewerbern ausgewählt, zwischen denen die rund 150 Teilnehmer der Wahlsynode des evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg entscheiden müssen.

Einen Favoriten unter den drei Kandidaten gibt es angeblich nicht

Einen Favoriten gebe es dabei aktuell noch nicht, behauptete Tometten, der im Mai nächsten Jahres aus Altersgründen in den Ruhestand geht. Auch wenn der Wickeder Pfarrer Dr. Christian Klein (57) als einziger der Kandidaten bereits im Kirchenkreis wirke und seit Anfang diesen Jahres als Synodalassessor offiziell als stellvertretender Superintendent fungiere.

Auch der amtierende Superintendent kam von auswärts in den Kirchenkreis

Dafür dass auch Kandidaten von auswärts bei der Superintendenten-Wahl durchaus eine Chance haben, ist Dieter Tometten selbst das beste Beispiel. Denn er kam bei seinem Amtsantritt aus der Großstadt Dortmund in die Soester Börde.

So könnten statt Klein auch genau so gut der Oberkirchenrat Dr. Albrecht Philipps (48), der derzeit in Diensten der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) in Hannover tätig ist, oder der Mindener Pfarrer Dr. Manuel Schilling (52) zum neuen Superintendenten gewählt werden, erklärten der Lippstädter Pfarrer Christoph Peters als Vorsitzender und Birgit Honsel aus der Gemeinde Möhnesee als normales Mitglied des Nominierungsausschusses übereinstimmend mit Superintendent Dieter Tometten. Alle drei Geistlichen seien gute Kandidaten, die ihre besonderen Stärken hätten. Davon hätte man sich bereits in persönlichen Vorstellungsgesprächen überzeugt.

Zufall sei es, dass alle drei „Auserwählten“ promoviert hätten. Außerdem seien alle verheiratet und hätten jeweils vier Kinder. Die Familie des Mindener Pfarrers habe zudem noch ein behindertes Pflegekind adoptiert und seine Ehefrau sei Katholikin, hieß es. Gelebte Ökumene also!

Geistlicher Leiter, Dienstvorgesetzter und Verwaltungschef

Theologische Ausrichtungen und Visionen für die Zukunft des Kirchenkreises seien wichtige Aspekte, um zwischen den drei nominierten Bewerbern zu wählen, erklärten Honsel, Peters und Tometten. Denn als eine Art „Regionalbischof“ sei der Superintendent nicht nur Verwaltungschef des Kreiskirchenamtes, sondern auch leitender Geistlicher und Dienstvorgesetzter für die Pfarrer und Pfarrerinnen sowie Mitarbeiter im evangelischen Kirchenkreis Soest-Arnsberg.

Wichtig: „Blick für die Verschiedenheit“ der 31 Kirchengemeinden

Wichtig im Amt des Superintendenten sei der „Blick für die Verschiedenheit“ der 31 Kirchengemeinden im Kreis Soest und im benachbarten Hochsauerlandkreis, resümierte Dieter Tometten aus seiner eigenen Erfahrung. Außerdem müsse der Superintendent ein Motivator und Mediator sein, der andere begeistern und bei Konflikten vermitteln können müsse.

Diplomatische Fähigkeiten und „klare Kante“ sind gefragt

Diplomatische Fähigkeiten gelte es zu zeigen, wenn beispielsweise ein Interessensausgleich oder ein Kompromiss zwischen der evangelischen Landeskirche von Westfalen, dem regionalen Kirchenkreis oder lokalen Kirchengemeinden geschaffen werden müsse, erläuterte Pfarrer Christoph Peters aus Lippstadt die teils schwierigen Aufgaben des Amtes der „Mittleren Ebene“.

Und manchmal müsse man als „Chef“ auch mal „klare Kante“ zeigen, ergänzte Birgit Honsel als Laienmitglied des Nominierungsausschusses.

Mitglied im Verwaltungsrat der „Diakonie Ruhr-Hellweg“ mit rund 1.000 Mitarbeitern

Der Superintendent nicht nur Vorsitzender des Kreissynodalvorstandes, des „Geschäftsführenden Vorstandes“, sondern auch der Synode des Kirchenkreises Soest-Arnsberg. Und als geborenes Mitglied gehöre er dem Verwaltungsrat der „Diakonie Ruhr-Hellweg“ an, einem karitativen Unternehmen der Kirche mit rund 1.000 Mitarbeitern, berichtete Tometten über die Führungsaufgaben des Superintendenten.

Gewählt würde der Superintendent jeweils für acht Jahre. Wiederwahl sei bis zum Erreichen der Altersgrenze möglich, hieß es.

Synode in Wickede: Kurzinformation über die drei Kandidaten

Nach einer ersten Kurzinformation über die drei Kandidaten zur Finanzsynode am 23. November 2019 im Bürgerhaus in Wickede, erfolge am Abend des 10. Januar 2020 eine persönliche Vorstellung der Bewerber in der Johannes-Kirche in Soest. Und am 18. Januar 2020 werde im Rahmen der Wahlsynode dann die endgültige Entscheidung über den Nachfolger für Dieter Tometten getroffen.

Keine Frau unter den Bewerbern für kirchliches Führungsamt

Interessant am Rande: Ein Frau hätte sich für das Führungsamt nicht beworben, berichtete Birgit Honsel aus der Arbeit des elfköpfigen Nominierungsausschusses.

Und Superintendent Dieter Tometten und Pfarrer Christoph Peters merkten an, dass aktuell zufällig zehn der insgesamt 27 Kirchenkreise der evangelischen Landeskirche von Westfalen zeitgleich nach einem neuen Superintendenten suchten.

Mehr als die Hälfte der Stimmen aller Synodalen für Wahlsieg notwendig

Der neue Mann an der Spitze des Kirchenkreises Soest-Arnsberg müsse – vermutlich im ersten oder zweiten Wahlgang – mehr als die Hälfte aller Stimmen auf sich vereinen, um das kirchliche Amt zu erringen.

Mit dem Ausgang der Wahl wird sich dann auch entscheiden, ob Dr. Christian Klein einfacher Gemeindepfarrer in Wickede (Ruhr) bleibt oder vom stellvertretenden Superintendenten (Synodalassessor) zum Superintendenten aufsteigt.

Voraussichtlich werde er dann auch seinen Wohnort verlegen, meinten die Mitglieder des Nominierungsausschusses.

Bei Wickedern schlagen zwei Herzen in einer Brust

Dem Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde in der Ruhrgemeinde hatte Klein seinen kirchlichen Karrierewunsch bereits im Vorfeld rechtzeitig mitgeteilt.

Finanzkirchmeister und Presbyter Hartwig Meier erklärte dazu am gestrigen Donnerstagabend (14. November 2019) im Gespräch mit unserem lokalen Nachrichten-Portal „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“, dass bei der Nachricht zwei Herzen in seiner Brust geschlagen hätten.

Einerseits würde er sich für Dr. Christian Klein über einen Aufstieg in die kirchliche Führungsposition freuen, andererseits wäre dies auch ein herber Verlust für die evangelische Kirchengemeinde vor Ort, sagte Meier.

Dies geht wohl mehreren Presbytern und auch etlichen Gemeindemitgliedern so.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Superintendent Dieter Tometten geht in den Ruhestand. Für ihn sucht der Kirchenkreis Soest-Arnsberg einen Nachfolger. FOTO: ANDREAS DUNKER
Superintendent Dieter Tometten geht in den Ruhestand. Für ihn sucht der Kirchenkreis Soest-Arnsberg einen Nachfolger. FOTO: ANDREAS DUNKER
Die drei Kandidaten für das Amt des Superintendenten (von links): Pfarrer Dr. Christian Klein (57) aus Wickede, Pfarrer Dr. Manuel Schilling (52) aus Minden und Oberkirchenrat Dr. Albrecht Philipps (48, der aktuell für die EKD in Hannover tätig ist. FOTO: PRIVAT
Die drei Kandidaten für das Amt des Superintendenten (von links): Pfarrer Dr. Christian Klein (57) aus Wickede, Pfarrer Dr. Manuel Schilling (52) aus Minden und Oberkirchenrat Dr. Albrecht Philipps (48, der aktuell für die EKD in Hannover tätig ist. FOTO: PRIVAT
Das Gremium stellte das Wahl-Verfahren, die Anforderungen des Superintendenten-Amtes und kurz auch die drei Kandidaten vor (von links): der amtierende Superintendent Dieter Tometten sowie Birgit Honsel und Pfarrer Christoph Peters vom Nominierungsausschuss des Kirchenkreises Soest-Arnsberg. FOTO: ANDREAS DUNKER
Das Gremium stellte das Wahl-Verfahren, die Anforderungen des Superintendenten-Amtes und kurz auch die drei Kandidaten vor (von links): der amtierende Superintendent Dieter Tometten sowie Birgit Honsel und Pfarrer Christoph Peters vom Nominierungsausschuss des Kirchenkreises Soest-Arnsberg. FOTO: ANDREAS DUNKER

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