Nächtlicher Einsatz mit mehr als 30 Blaulichtfahrzeugen

Bahnverkehr beeinträchtigt: Heftige Schlägereien in Soest und Werl

14.12.2019

WERL / SOEST. Heftige Schlägerei in einem Nahverkehrszug zwischen Dortmund und Soest bei der Einfahrt in den Bahnhof in Werl: Mehr als 30 Blaulicht-Fahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr waren in der Nacht vom gestrigen Freitag auf den heutigen Samstag (13./14. Dezember 2019) vor Ort, nachdem ein Zeuge aus dem Zug via Mobiltelefon der Polizei gegen 23.30 Uhr eine Prügelei mehrerer Personen gemeldet hatte.

Da es in der „Hellweg-Bahn“ (RB 59) dabei offenbar mehrere Verletzte gab, rückte der Rettungsdienst gleich mit sieben Krankenwagen sowie mehreren Notarzteinsatzfahrzeugen an. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Werl kam ebenfalls mit starken Kräften zur Unterstützung hinzu.

Polizei mit starken Kräften vor Ort am Werler Bahnhof

Auf Grund der gemeldeten Straftat ging allerdings erst einmal die Polizei mit starken Kräften in den Personenzug, um die Lage zu erkunden und die Streitenden zu trennen. Dabei stand die Eigensicherung der Beamten im Vordergrund, da zwischenzeitlich auch das Gerücht von einer Messerstecherei die Runde gemacht hatte, welches sich schlussendlich allerdings nicht bewahrheitete.

Streit über Musik führte zu Auseinandersetzung mit Muskelkraft

Wie Pressesprecher Wolfgang Lückenkemper von der Kreispolizeibehörde Soest am heutigen Samstag (14. Dezember 2019) mitteilte, sollen zwei in Soest lebende Jugendliche im Alter von 16 und 19 Jahren mit einer fünfköpfigen Gruppe in Streit geraten sein. Grund dafür war eine Auseinandersetzung über die Musik aus einem mitgeführten Lautsprecher.

Aus Schubserei wurde Schlägerei

Aus einer anfänglichen Schubserei entwickelten sich offenbar schnell mehrere vorsätzliche Körperverletzungen. Unter anderem soll der 16-jährige Jugendliche aus Soest einem 26-jährigen Werler mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, wodurch der Mann so schwer verletzt wurde, dass er später in ein Krankenhaus transportiert und dort stationär aufgenommen werden musste.

Drei verletzte Personen

Neben dem schwer verletzten Mann hatten zwei weitere Personen leichte Blessuren von der Auseinandersetzung davongetragen. Außerdem mussten einige Fahrgäste, die durch den Vorfall nervlich angeschlagen waren, durch die Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienst wieder beruhigt werden.

Einige Zeugen wollten Messer gesehen haben

Lückenkemper: „Zu der Auseinandersetzung gab es unterschiedliche Zeugenaussagen. Einige Zeugen gaben an ein Messer gesehen zu haben. Andere haben das Messer nicht bemerkt. Bei den polizeilichen Ermittlungen konnte weder das Messer gefunden werden, noch hatte ein Beteiligter eine entsprechende Verletzung.“

Mutmaßliche Straftäter aus Soest vorübergehend in Gewahrsam genommen

Die beiden in Soest lebenden mutmaßlichen Straftäter seien vorläufig festgenommen und nach ersten Vernehmungen in den frühen Morgenstunden des heutigen Samstags wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Keine Angaben zur Nationalität der Beschuldigten

Zur Nationalität der Beschuldigten wollte oder konnte ein Sprecher der Leitstelle der Kreispolizei Soest heute keine Angaben machen. Er verwies auf die Pressestelle, die erst ab Montag wieder besetzt ist.

Feuerwehr brachte Fahrgäste nach Soest

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Werl unter Leitung von Stadtbrandmeister Karsten Korte übernahm teilweise einen Busshuttleservice, um die nicht verletzten Fahrgäste zum Zielbahnhof nach Soest zu transportieren, da in der Nacht nicht genügend Taxen zur Verfügung standen.

Bahnstrecke blieb mehr als zwei Stunden für Zugverkehr gesperrt

Nach Angaben der Berliner Pressestelle der Deutschen Bahn blieb der Bahnhof Werl auf Grund des Polizei- und Rettungseinsatzes in der Zeit zwischen 23.55 und 2.09 Uhr komplett gesperrt.

Kurz zuvor bereits eine Schlägerei am Bahnhof in Soest

Kurz zuvor war der Bahnhof in der Kreisstadt Soest übrigens schon zwischen 22.12 und 22.30 Uhr wegen einer Schlägerei gesperrt gewesen.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

 
 

 
 

KOMMENTAR

Theorie und Praxis im „Öffentlichen Personen-Nahverkehr“

Die Regierung möchte den Individualverkehr mit Autos aus Umwelt- und Klimaschutz-Gründen verringern und mehr Pendler und Reisende mit dem „Öffentlichen Personen-Nahverkehr“ (ÖPNV) befördern, sprich mit Bahn und Bus.

Neben den unflexiblen Taktzeiten des ÖPNV im ländlichen Raum sowie der Unzuverlässigkeit dieser Verkehrsmittel durch viel zu häufige Verspätungen und Totalausfälle spricht allerdings die mangelnde Sauberkeit und Sicherheit für viele Bürger gegen die Nutzung dieser Angebote. Von unverständlichen Tarif-Systemen und fehlenden Sitzplätzen wollen wir da nur am Rande sprechen.

Hinzu kommen die langen und teils anstrengenden Fußwege zu und von den Bahn- und Bus-Stationen sowie lästige Wartezeiten.

Der Umstieg aufs (Elektro-)Fahrrad ist je nach Entfernung und Topografie sowie Tages- und Jahreszeit sicherlich auch häufig nicht praktikabel. Denn Radfahrten in Dämmerung und Dunkelheit sowie bei extremen Außentemperaturen, Regen und Wind sind für viele Bürger eher unangenehm und nicht akzeptabel.

Denn wer möchte schon durchnässt, durchgefroren oder durchgeschwitzt an seinem Ziel ankommen?

Bei Eis- und Schneeglätte ist die Nutzung eines Zweirades ohnehin viel zu gefährlich. Außerdem sind Zweiräder im Straßenverkehr einem hohen Risiko ausgesetzt, da ihnen bei Karambolagen mit Pkw oder Lkw keine schützenden Airbacks, Knautschzonen und Sicherheitsgurte zur Verfügung stehen, um schwere oder gar tödliche Verletzungen zu vermeiden. Hinzu kommt die Sturzgefahr vom Sattel als höheres Unfallrisiko.

Von der nicht durchdachten Entsorgung gebrauchter Akkus bzw. Batterien der Elektromobilität mal ganz zu schweigen.

Das immer wieder gepriesene Szenario von mehr Mobilität durch ÖPNV und Fahrräder im ländlichen Raum scheint also eher eine absurde Utopie von realitätsfernen Greta-Jüngern der Fridays-for-Future-Bewegung und links-alternativen Polit-Ideologen zu sein, denn eine echte Lösung.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

Einige der Blaulicht-Fahrzeuge vor dem Werler Bahnhof FOTO: FEUERWEHR WERL
Einige der Blaulicht-Fahrzeuge vor dem Werler Bahnhof FOTO: FEUERWEHR WERL

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