Coronavirus-Pandemie

Ruhrtalklinik schränkt Besuche erheblich ein

15.03.2020

WICKEDE (RUHR). Die sich ausbreitende Coronavirus-Pandemie wirkt sich erheblich auf die Krankenhäuser sowie Kur- und Rehabilitationskliniken in unserer Region aus. – Betroffen davon ist natürlich auch die Ruhrtalklinik am Ortsrand von Wimbern. Die Kur- und Rehabilitationseinrichtung für körperlich und/oder geistig behinderte Menschen bietet Platz für 90 Patienten. Mit 150 Mitarbeitern zählt sie zu den größten Arbeitgebern in der Gemeinde Wickede (Ruhr). Die Ruhrtalklinik habe nach ersten organisatorischen Maßnahmen aus der Vorwoche am vergangenen Freitag (13. März 2020) ein umfangreiches Maßnahmen-Paket auf den Weg gebracht, um Patienten und Mitarbeiter bestmöglich vor dem Coronavirus zu schützen, teilte Verwaltungsleiter Dominik Pieper gegenüber unserem lokalen Nachrichten-Portal „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ mit.

So seien die Besuchszeiten ab sofort deutlich eingeschränkt. Möglich seien Besuche nur noch sonntags zwischen 10 und 12 Uhr oder zwischen 16 und 18 Uhr. Außerdem dürften maximal zwei Besucher zu einem Patienten. „Grundsätzlich sollten auch nur die Besuche stattfinden, die zwingend notwendig sind – von allen anderen Besuchen sollte hingegen Abstand genommen werden“, erklärte Pieper am heutigen Sonntag (15. März 2020) gegenüber unserer Redaktion.

Patienten der Ruhrtalklinik in Wimbern kommen aus ganz Deutschland

Da die Patienten der Ruhrtalklinik aus ganz Deutschland zur Rehabilitation nach Wickede (Ruhr) kämen, reisten Besucher wie Eltern oder Betreuer oder andere Wohnheimangehörige als Gäste oftmals gerade am Wochenende viele hundert Kilometer an. Dennoch sei die Beschränkung der Besuchszeiten zum Schutz aller noch am Freitag verhängt worden und werde konsequent umgesetzt.  Die Klinik habe dies sowohl per Aushang im Haus als auch via Internet bekannt gegeben.

Kein Aufnahme-Stop aber ein erweitertes Verfahren für neue Patienten

Außerdem habe die Klinikleitung bereits vor etwa zwei Wochen ein erweitertes Aufnahmeverfahren etabliet. „Alle neu anreisenden Patienten werden wenige Tage vor Aufnahme befragt, ob bei ihnen grippeähnliche Symptome vorliegen oder ob sie Kontakt zu nachweislich Infizierten hatten. In diesen Fällen wird die Aufnahme verschoben“, erklärte Pieper. „Gleiches gilt für Patienten aus Risikogebieten oder Patienten aus Risikogruppen gemäß Definition des Robert-Koch-Institutes, beispielsweise für immungeschwächte Patienten.“

Einen Aufnahmestopp gäbe es hingegen bislang nicht, wohl aber die erwähnte Terminverschiebung für Patienten mit Risiko.

Mehrere Patienten-Zimmer werden zur Isolierung möglicher Coronavirus-Verdachtsfälle vorgehalten

Außerdem würden einzelne Patienten-Zimmer  bewusst nicht belegt, um bei möglichen Verdachtsfällen  sofort Isolierungen vornehmen zu können.

Betreuungsangebot für Kinder von Mitarbeitern der Einrichtung

Damit alle Mitarbeiter mit betreuungspflichtigen Kindern trotz Schließung von Kindergärten und Schulen ab Montag weiterhin  zum Dienst erscheinen und in der Einrichtung arbeiten könnten, biete  die Ruhrtalklinik im Bedarfsfall eine Betreuung der Kinder für die bei ihr beschäftigten Mütter und Väter vor Ort an.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Das Führungspersonal der Ruhrtalklinik zusammen mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und weiteren CDU-Politikern ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Das Führungspersonal der Ruhrtalklinik zusammen mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und weiteren CDU-Politikern ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Die Ruhrtalklinik am Ortsrand von Wimbern LUFTBILD: ANDREAS DUNKER
Die Ruhrtalklinik am Ortsrand von Wimbern LUFTBILD: ANDREAS DUNKER

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