Bislang nur 265 von geplanten 350 Abstrichen durchgeführt

ZUE: Weiterhin sechs bestätigte Corona-Fälle

15.06.2020

WICKEDE (RUHR) / KREIS SOEST. In der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge in Wimbern gibt es weiterhin sechs bestätigte Coronavirus-Infektionen. Inzwischen liegen für 265 Personen – Bewohner und Mitarbeiter – aus der Massenunterkunft im ehemaligen Marien-Krankenhaus ausgewertete Tests vor.

Da eine Bewohnerin der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Wimbern am 5. Juni 2020 positiv auf das Coronavirus getestet worden war, veranlasste das zuständige Soester Kreisgesundheitsamt im Absprache mit der Bezirksregierung Arnsberg als Trägerin der Einrichtung sowie mit der Gemeinde Wickede (Ruhr) am 12. Juni 2020 eine breit angelegte Abstrichaktion in der Massenunterkunft. Dabei wurden insgesamt 265 Personen getestet, teilte Judith Wedderwille als stellvertretende Pressesprecherin des Kreises Soest am heutigen Montagvormittag (15. Juni 2020) gegenüber unserem lokalen Nachrichten-Portal "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE" mit.

„260 Tests waren negativ, fünf Personen wurden positiv auf das Virus getestet", berichtete Kreisgesundheitsamtsleiterin Dr. Andrea Gernun. Das Kreisgesundheitsamt sei aufgrund der Bewohner- und Mitarbeiter-Listen zunächst von rund 350 Personen ausgegangen, bei denen ein Abstrich erfolgen sollte.

Zu der Abstrichaktion am vergangenen Freitag erschienen aber neben den gemeldeten Mitarbeitern nur die Bewohner, die sich tatsächlich in der Einrichtung aufhielten.

So wurden am 12. Juni 2020 in der Flüchtlingsunterkunft bei 177 Bewohner sowie 88 Mitarbeitern Abstrich-Untersuchungen durch ein Team des Rettungsdienstes vorgenommen. Bei Kindern unter zwei Jahren wurde auf einen Abstrich verzichtet, da davon auszugehen ist, dass diese, sollten die Eltern positiv getestet werden, durch den engen Kontakt ebenfalls infiziert wären und zusammen mit ihren Eltern zu separieren sind.

Das Ergebnis der Abstrich-Aktion: Bei fünf weiteren Bewohnern der ZUE Wimbern wurde das Coronavirus nachgewiesen.

"Von den positiv getesteten Personen sind vier asymptomatisch, eine Person ist leicht symptomatisch. Es geht ihnen gut und sie befinden sich in Quarantäne. Um eine weitere Ansteckung zu vermeiden, wurden die positiv getesteten Personen und deren enge Kontaktpersonen isoliert und für alle (…) Bewohner sowie die Mitarbeiter, die sich in der Einrichtung aufhalten, Quarantäne angeordnet. Die Quarantäne dauert 14 Tage ab Testungsdatum, also bis zum 26. Juni 2020", erklärte Kreisgesundheitsamtsleiterin Dr. Gernun.

Bei einigen Personen, die am Freitagmorgen kurzfristig nicht erreicht wurden und somit an der Testung nicht teilnehmen konnten, werden gesonderte Abstrich-Untersuchungen stattfinden.

Kreisdirektor Dirk Lönnecke als Leiter des Krisenstabs des Kreises Soest ergänzte: "Bei einer solch großen Einrichtung ist es ratsam, eine Quarantäne für das ganze Haus auszusprechen, damit die Infektionsketten möglichst kurz gehalten werden können und sich das Virus nicht weiter verbreitet. Der Krisenstab des Kreises Soest hat sich daher in Absprache mit der Bezirksregierung Arnsberg und der Gemeinde Wickede (Ruhr) für dieses Vorgehen entschieden."

Ford-Nyoh David als Leiter der Flüchtlingsunterkunft seitens der Bezirksregierung Arnsberg sagte: "Die (…) Mitarbeiter des Betreuungsdienstleisters und des Sicherheitsdienstes leisten gute Arbeit. Es liegt aber auch daran, dass wir bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen, der Kohorten-Bildungen, dem Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Meter sowie dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz unsere Hausaufgaben gemacht haben. Dennoch ist es nur ein Etappensieg. Die Pandemie ist noch immer allgegenwärtig, so dass weiterhin höchste Achtsamkeit geboten ist. Wir werden eng vom Gesundheitsamt begleitet und fühlen uns gut aufgehoben."

Auch Wickedes Bürgermeister Dr. Martin Michalzik ist froh über die Abstrichaktion und das Testergebnis: "Für die Gemeinde Wickede (Ruhr) begrüße ich, dass die Testung der (…) Bewohner sowie der Beschäftigten in der ZUE Wickede-Wimbern einen Überblick zur Corona-Infektion dort möglich macht. Das ist objektiv nötig und sicher auch Wunsch vieler Menschen in unserer Gemeinde. Die aktuell geringe Fallzahl unterstützt meinen bisherigen Eindruck, dass das Pandemie-Management in der ZUE-Flüchtlingsbetreuung durch Bezirksregierung und Malteser (…) während der letzten zwölf Wochen seit Beginn der Auflagen insgesamt funktioniert."

Bereits am 8. Juni 2020 hatte das Kreisgesundheitsamt für die Bewohner sowie für die Mitarbeiterschaft eine Quarantäne angeordnet, die am 13. Juni 2020 nochmals verlängert wurde.

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Die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge in Wimbern steht aktuell auf Grund mehrerer nachgewiesener Corona-Fälle unter Quarantäne. FOTO: ANDREAS DUNKER
Die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge in Wimbern steht aktuell auf Grund mehrerer nachgewiesener Corona-Fälle unter Quarantäne. FOTO: ANDREAS DUNKER

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