Nach schwerem Arbeitsunfall

Hillebrand: "Wir sind noch immer geschockt!"

16.03.2021

WICKEDE / FRÖNDENBERG / WERL. "Wir sind noch immer geschockt!" erklärte Werner Hillebrand (64) als geschäftsführender Gesellschafter der Firma "Rudolf Hillebrand GmbH & Co. KG". In der 61-jährigen Unternehmensgeschichte des Betriebes habe es noch nie einen solch schlimmen Arbeitsunfall gegeben. Geschäftsführung und Mitarbeiter seien noch immer von dem tragischen Vorfall in der letzten Woche betroffen. Der Gesundheitszustand der lebensgefährlich verletzten Frau sei sehr kritisch. Ob die 44-jährige Werlerin die schweren Verletzungen überleben werde, sei aktuell unklar, so der Senior-Chef.

Der schreckliche Arbeitsunfall hatte sich bekanntlich am vergangenen Donnerstag gegen 9.20 Uhr in einer Betriebshalle von "Hillebrand Coating" an der Westerhaar 60 im Industriegebiet ereignet.

Tonnenschwere Kiste rutschte bei Vollbremsung von Gabelstapler

Nach bisherigen Ermittlungen des Amtes für Arbeitsschutz aus Arnsberg und der Kriminalpolizei des Kreises Soest hatte die 44-jährige Frau plötzlich den Fahrweg eines Gabelstaplers in dem Betrieb von "Hillebrand Coating" gekreuzt. Um einen Zusammenstoß mit der Kollegin zu vermeiden, führte der 36-jährige Staplerfahrer aus Fröndenberg eine Vollbremsung durch, bei der sich zwei mit Metallteilen beladenen Kisten mit einem Gesamtgewicht von knapp einer Tonne von der Transportfläche des Gabelstaplers lösten. Durch diese wurde die Werlerin lebensgefährlich verletzt.

Zustand der lebensgefährlich verletzten Frau weiterhin bedrohlich

Neben Notarzt und Rettungsdienst des Kreises Soest war kurze Zeit später auch ein Hubschrauber der ADAC-Luftrettung zur medizinischen Erstbehandlung und zum Transport der Patientin in eine Spezialklinik vor Ort (wir berichteten). – Trotzdem ist der Zustand der Frau nach Angaben der Firmenleitung noch immer sehr bedrohlich. In Gedanken sei man bei der Verunglückten und ihren Angehörigen und hoffe trotzdem noch auf eine Genesung.

Bei der Mitarbeiterin handelt es sich um eine Beschäftigte der Firma LKM Lahe Kadrijaj Metallverarbeitung von der Max-Planck-Straße 6, die seit 2017 als Dienstleister für "Hillebrand Coating" fungiert.

Geschäftsführer Werner Hillebrand: "Verstrickung unglücklicher Umstände"

Nach Angaben von Geschäftsführer Werner Hillebrand habe es sich bei der Unfallursache offenbar um eine "Verstrickung unglücklicher Umstände" gehandelt. Eine Funktionsprüfung am Gabelstapler habe keine technischen Mängel ergeben. Auch seien Fahr- und Gehwege durch Absperrungen und Markierungen gut gekennzeichnet und gesichert. Eine Betriebsbesichtigung durch einen Vertreter der Berufsgenossenschaft vor wenigen Tagen hätte keinerlei Beanstandungen ergeben.

Hillebrand: "Im vergangenen Jahr 2020 hat es in unserem Betrieb lediglich wenige Unfälle mit Bagatellschäden gegeben." Umso geschockter seien Inhaber und Belegschaft von dem aktuellen schweren Arbeitsunfall.

Ermittlungen des Arbeitsschutzes und der Polizei dauern an

"Die Würdigung der weiteren Ursachen, die zu dem Unfall geführt haben, sind Gegenstand des Ermittlungsverfahrens und der Untersuchung des Amtes für Arbeitsschutz. Zu diesen laufenden Ermittlungen werden wir von Seiten der Polizei keine weiteren Angaben machen", berichtete Kriminalhauptkommissar Holger Rehbock als Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Soest auf Anfrage unseres lokalen Nachrichten-Portals "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE".

Systematische Überprüfung des innerbetrieblichen Verkehrswegekonzeptes

Als Konsequenz aus dem aktuellen Arbeitsunfall will die Firma "Hillebrand Coating" ihr innerbetriebliches Verkehrswegekonzept übrigens nochmals systematisch überprüfen, um Kollisionen zwischen Fahrzeugen und Fußgängern auf dem Betriebsgelände in Zukunft bestmöglich zu vermeiden.

ANDREAS DUNKER für "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"

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Geschäftsführer Werner Hillebrand von der Firma "Rudolf Hillebrand GmbH & Co. KG" im Industriegebiet Westerhaar in Wickede ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER
Geschäftsführer Werner Hillebrand von der Firma "Rudolf Hillebrand GmbH & Co. KG" im Industriegebiet Westerhaar in Wickede ARCHIVFOTO: ANDREAS DUNKER

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