Heute 135 Bewohner und Mitarbeiter im Senioren-Haus St. Josef geimpft

Zweite Massenimpfung gegen SARS-CoV-2 in der Ruhrgemeinde

02.01.2021

WICKEDE (RUHR). Massenimpfung im Senioren-Haus St. Josef in Wickede: Drei örtliche Hausärzte mit insgesamt vier Helferinnen sorgten am heutigen Samstag (2. Januar 2021) für den ersten Teil der SARS-CoV-2-Schutzimpfung bei allen Bewohnern der Altenhilfeeinrichtung des Caritas-Verbandes Arnsberg-Sundern sowie der Mehrheit des Personals. Die Aktion dauerte insgesamt zirka fünf Stunden.

Alle 70 Bewohner des Alten- und Pflegeheims hätten eine Impfung durch die drei Wickeder Hausärzte erhalten, erklärte Einrichtungsleiter Sebastian Füst gegenüber unserem lokalen Nachrichten-Portal "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE". Zudem seien 65 der 81 Mitarbeiter geimpft worden. Nachdem die Ärzte mehr Dosen aus den übervollen Ampullen bekommen hätten als geplant, hätten sich einige Kollegen aus den Reihen des Personals noch spontan zu einer Impfung entschlossen, so Füst.

Impfstoff am heutigen Samstag unter Polizeischutz angeliefert

Der Impfstoff sei am heutigen Samstag gegen 10.30 Uhr von einem Kurierdienst unter Polizeischutz geliefert worden, berichtete der Einrichtungsleiter. Eigentlich hätte die Lieferung schon im Dezember erfolgen sollen, aufgrund von kurzfristigen Änderungen im Verfahren für den Kreis Soest habe sich der Termin dann schlussendlich aber auf den heutigen Tag verschoben.

Drei Wickeder Hausärzte für Impfaktion im Senioren-Haus St. Josef im Einsatz

Als Ärzte waren der Wickeder Dr. med. Ulrich Weber und sein Kollege Thorben Hansen sowie die Allgemeinmedizinerin Olga Tubbesing mit jeweils zwei Helferinnen aus den zwei örtlichen Praxen im Einsatz.

Die Bewohner wurden von den Medizinern in ihren Zimmern beziehungsweise den jeweiligen Tagesräumen der einzelnen Wohngruppen geimpft und das Personal des Caritas-Verbandes in der zum Impfzentrum umfunktionierten Cafeteria des Hauses.

Zweiter Teil der SARS-CoV-2-Schutzimpfung in etwa drei Wochen

Der zweite Teil der SARS-CoV-2-Schutzimpfung sei in etwa drei Wochen vorgesehen, erklärte Senioren-Haus-Leiter Sebastian Füst. Mediziner Thorben Hansen ergänzte dazu:  "Ein genaues Datum sollen wir nicht mitteilen, da der Liefertermin für den Impfstoff möglichst geheim bleiben soll, damit er nicht durch Kriminelle gestohlen werden kann."

Bislang keine allergischen Reaktionen durch Impfungen vor Ort aufgetreten

Nach Angaben von Hausarzt Thorben Hansen kam es während der heutigen Impf-Aktion im Senioren-Haus St. Josef bei niemanden zu gesundheitlichen Problemen wie allergischen Reaktionen durch die Impfung.

Es sei wichtig, das Risikoklientel in den Alten- und Pflegeheimen gegen COVID-19 zu schützen, so der Mediziner. Mit dem zweiten Teil der Schutzimpfung in etwa zwanzig Tagen seien dann hoffentlich mehr als 90 Prozent der Bewohner des Senioren-Hauses St. Josef gegen die Krankheit geschützt, die gerade bei hochbetagten Patienten mit Vorerkrankungen zu schweren Verläufen und teilweise dem Tod führe. Wie lange der Impfschutz andauere, sei bislang allerdings leider noch fraglich. Ebenso sei die Frage offen, ob eine Übertragung der Infektionskrankheit trotz eigener fehlender Symptome durch die Geimpften stattfinden könne. Außerdem verbleibe immer noch ein gewisses Rest-Risiko, da der Impfstoff nicht bei hundert Prozent der Geimpften zum gewünschten Schutzerfolg führe. Trotzdem sei die Impfung in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen sinnvoll und wichtig, um die Fallzahlen mit schweren und tödlichen Verläufen zu senken.

Weitere Massenimpfung in der Alten- und Pflegeabteilung des Heilig-Geist-Klosters in Wimbern

In den nächsten Tagen solle auch noch im Heilig-Geist-Kloster der Steyler Missionsschwestern in Wimbern eine Massenimpfung stattfinden, da das Haus als Alten- und Pflegeheim für die hochbetagten und kranken Schwestern des katholischen Ordens diene.

Auch hier sei der genaue Termin zum Schutz vor Räubern und Dieben geheim. Zudem solle der Impfstoff auch in dem Kloster mit einer Polizei-Eskorte angeliefert werden.

Hausarzt berichtet von "heimtückischen und schweren" sowie teils "tödlichen Verläufen" bei "Covid-19"

Thorben Hansen berichtete im Gespräch mit unserem lokalen Nachrichten-Portal "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE" von "heimtückischen und schweren" sowie "tödlichen Verläufen" der Krankheit "Covid-19". Die Symptome bei den betroffenen Patienten seien ganz unterschiedlich und auch für behandelnde Ärzte häufig nicht vorhersehbar. Das Ende einiger Erkrankter sei leider "grausam", so Hansen, wenngleich die Krankheit andererseits bei der Mehrheit der Patienten harmloser als eine normale Grippe verlaufe.

Der Gesundheitszustand einiger weniger Patienten mit Covid-19 habe sich aber schlagartig von einem auf den anderen Tag so verschlimmert, dass sie intensivmedizinisch in Krankenhäusern hätten versorgt werden müssen oder gar verstorben seien.

Einhaltung der AHA-L-Regel sorgt für guten Schutz vor Ansteckung mit Covid-19

Der Wickeder Hausarzt empfahl unbedingt die AHA-L-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften) zum eigenen Schutz und zur Vermeidung der Ansteckung anderer Menschen zu beachten. Bislang hätten er und seine Kollegen aus der Gemeinschaftspraxis mit Dr. med. Ulrich Weber und Dr. med. Elmar Calles sich gut durch die Beachtung dieser Maßnahmen vor einer Erkrankung durch die Coronaviren geschützt. Weder die Ärzte noch ihre Helferinnen seien in den vergangen Monaten seit Ausbruch der Pandemie an Covid-19 erkrankt. 

ANDREAS DUNKER für "wickede.ruhr HEIMAT ONLINE"

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FOTO: ANDREAS DUNKER
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