Fünf Wickeder im Fokus der Arnsberger Staatsanwaltschaft

13. Oktober 2014

ARNSBERG / WICKEDE. Der ermittelnde Staatsanwalt Gregor Keller in Arnsberg hat heute die Recherchen von „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“ bestätigt, dass es in den vergangenen Tagen mehrere Wohnungsdurchsuchungen in Wickede gegeben habe. LESEN SIE WEITER

Die Staatsanwaltschaft habe Verfahren gegen fünf Wickeder Bürger wegen des Vorwurfes der Volksverhetzung eingeleitet, so Keller. Dabei geht es um Äußerungen der fünf Wickeder, die diese auf der Facebook-Seite „STOP – Nein zum Asylbewerberheim in Wimbern“ gepostet (veröffentlicht) haben. Aufmerksam geworden auf die möglichen Straftaten durch hetzerische Aufrufe in dem Internet-Forum, sei man durch Hinweise an den Staatsschutz geworden. Aufgrund der Äußerungen „in einer nicht mehr akzeptablen Form“ auf Facebook sei ein Anfangsverdacht für strafbare Handlungen gegeben. Nach derzeitigen Ermittlungen der Arnsberger Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Initiator und Administrator der inzwischen aus dem Netz genommenen Facebook-Seite um einen Wickeder Bürger, der aber wohl nicht direkt zur organisierten rechtsextremen Neo-Nazi-Szene gehöre. Mit den in dem Internet-Forum veröffentlichten Beiträgen ging eine Wortwahl einher, die – bei aller Meinungsfreiheit – „den Bogen überspannt“ habe und strafbewährt sei, erklärte Staatsanwalt Gregor Keller am heutigen Montag (13. Oktober 2014) gegenüber „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“. Unter anderem habe man – in unzweideutiger Form – zur Brandstiftung an der Unterbringungseinrichtung für Asylbewerber aufgerufen. Die Ermittlungen dauern an. 

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“