„Bildernachmittag“ bestens besucht: Fotos von früher

12.01.2015

WIMBERN. Es war eine Zeitreise durch die Geschichte Wimberns: Der jährliche „Bildernachmittag“ des Vereins „Dorf Wimbern“ am gestrigen Sonntag (11. Januar 2015) mit gemütlichem Kaffeetrinken sowie Präsentationen von „Fotos von früher“. Mehr als hundert Interessierte waren der Einladung des Vereins in die örtliche Schützenhalle gefolgt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Dorfchronik, die der Verein „Dorf Wimbern“ am Ende des vergangenen Jahres vorgestellt hatte (wir berichteten), und deren zentrale Themen auch am Sonntag in Form von Fotografien im Mittelpunkt standen.

Die drei „Dorf-Archivare“ Peter Fildhaut, Christian Meier und Edmund Schmidt zeichneten zunächst die Geschichte des Postwesens nach.

Sichtbarstes Zeichen dieser für Wimbern wichtigen Epoche ist die „Alte Poststation“, deren Gebäude früher als Wechselstation für die Pferde der Postkutschen und heute als Hotel und Restaurant dienen.

Vom Barackenkrankenhaus zur Notunterkunft

In unmittelbarer Nachbarschaft zur „Alten Poststation“ wurde bis vor wenigen Jahren das Marien-Krankenhaus betrieben – heute Notunterkunft für Asylbegehrende.

Vorgänger des modernen Marien-Krankenhauses war das sogenannte „Barackenkrankenhaus“, welches im Zweiten Weltkrieg im Zuge der Aktion Brandt gebaut wurde.

Das erste Dokument, dass dort ein „Barackenlager“ errichtet werden soll, ist vom 2. Dezember 1942 datiert. Damals fragte der Mendener Amtsbaumeister beim Landrat in Iserlohn an, wie mit der ihm bis dahin unbekannten Baustelle verfahren werden soll. Später, nach dem Krieg, wurde das Gebäude den Steyler Missionsschwestern zum Kauf angeboten, die dann am 1. Januar 1951 das Herz-Mariä-Krankenhaus eröffneten.

Mentor Adolf Hitlers als Namensgeber für neue Schule

Ebenso wie die „Alte Poststation“ liegt auch das alte Gebäude der ehemaligen Schule der einst selbstständigen Gemeinde Wimbern an der Arnsberger Straße. Sie wurde 1893 in Betrieb genommen. Bis dahin gingen die Kinder des Ortes Wimbern in Werringsen zur Schule.

1938 zog die Dorfschule dann erneut um: Dieses Mal in einen Neubau an der Grenze zu Barge, der inzwischen die Ruhrtalklinik beherbergt.

In der „braunen Zeit“ wurde die Schule nach Dietrich Eckart benannt. Er war ein bekannter Publizist und früher Anhänger des Nationalsozialismus. Eckart war 1919 Mitbegründer der NSDAP und gilt als Mentor und Ideengeber Adolf Hitlers.

Dietrich Eckart prägte im Jahre 1921 erstmals die Bezeichnung „Führer“ für Hitler und gilt auch als Wortschöpfer des „Dritten Reiches“.

Tragischer Unglücksfall

Nur ein paar hundert Meter weiter – in „Klein-Hamburg“ – ereignete sich nur wenige Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ein tragischer Unglücksfall: Josef Bilge wurde in der Haustür stehend von einem Querschläger getroffen und verstarb kurz darauf im Wickeder Krankenhaus – wenige Wochen vor der Priesterweihe seines Sohnes Josef, der später als Generalökonom („Finanzminister“) die Geschicke der Steyler Missionare maßgeblich lenkte.

Beim Blick in die Schützenhistorie standen vor allem die Jubelkönige des Jahres 2015 im Mittelpunkt.

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