Großflächiger Stromausfall in drei Kreisgebieten
9. September 2019
WICKEDE / ERZDIÖZESE PADERBORN. Eine große Katastrophenschutz-Übung des Malteser-Hilfsdienstes (MHD) fand am Samstagabend (7. September 2019) in Wickede statt. Daran waren rund 200 ehrenamtliche Mitarbeiter der katholischen Hilfsorganisation aus der ganzen Erzdiözese Paderborn beteiligt. So waren Rettungs- und Sanitätsgruppen aus Dortmund, Fröndenberg und Hagen, Techniktrupps aus Geseke und Dortmund, Betreuungsstaffeln aus Arnsberg, Olsberg und Werl sowie weitere Einheiten unter Leitung eines Führungsstabs aus Dortmund und Werl in der Ruhrgemeinde vereint.
Das angenommene Szenario: Im nördlichen Bereich des benachbarten Märkischen Kreises gibt es einen großflächigen Stromausfall, der zu einem mindestens 36-stündigen „Blackout“ führt und auch die südlichen Städte und Gemeinden der Kreise Soest und Unna tangiert.
Die verantwortlichen Krisenstäbe rufen daraufhin Katastrophen-Alarm aus und die entsprechenden Einheiten des Malteser-Hilfsdienstes rücken aus, um hilfsbedürftigen Menschen in dem Gebiet mit zirka 45.000 Einwohnern zur Seite zu stehen.
Das Absurde des Szenarios: Die hilfsbedürftigen Bürger müssen zu einer Anlaufstelle in der Wickeder Ortsmitte kommen.
Wie Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer alleine in die Ortsmitte kommen sollen und warum es auf Grund des Stromausfalls plötzlich jede Menge verletzte Patienten gibt, bleibt das große Geheimnis der Planer dieser Übung.
Warum die Leitstelle an der Sekundarschule im Hövel errichtet wird, während die Notfälle zum Bürgerhaus oder auf den Marktplatz kommen sollen, bleibt ebenso rätselhaft.
Realistisch war das Szenario deshalb wohl kaum.
Über die weiteren Pannen und Peinlichkeiten dieser katastrophalen Katastrophenschutz-Übung der Malteser berichten wir im nebenstehenden Kommentar.
ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“













