ZUE-Außenstelle im ehemaligen Hotel „Melstergarten“ in Werl

Aktuelle Belegung, weitere Baupläne und Vereinbarung für Krisenfall

24. Oktober 2024

WICKEDE (RUHR) / WERL.
Im ehemaligen Hotel „Melstergarten“ an der Belgischen Straße in Werl leben mittlerweile rund 70 Bewohner. Die Außenstelle der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge in Wimbern ist seit dem 15. Juli 2024 in Betrieb (wir berichteten). – Im ersten Quartal des kommenden Jahres 2025 soll das bestehende Gebäude noch um eine „Kantinenhalle“ erweitert werden. Nach deren Fertigstellung will die zuständige Bezirksregierung Arnsberg bis zu 200 Personen an dem Standort in der Wallfahrtsstadt unterbringen.

Die Verantwortlichen der Werler ZUE-Außenstelle haben sich jetzt auch um eine geregelte Zusammenarbeit aller zuständigen Behörden und weiterer Akteure im Krisenfall gekümmert und diese schriftlich fixiert. Beteiligt sind neben der Bezirksregierung Arnsberg als Betreiber der Einrichtung die Malteser Werke gGmbH als Betreuungsdienstleister, die All Service Sicherheitsdienste GmbH sowie die Stadt Werl, der Kreis Soest und die Kreispolizeibehörde Soest. In der Vereinbarung sind die Abläufe für Not- und Gefährdungslagen strukturiert. Ansprechpartner, Meldewege und Maßnahmen für entsprechende Situationen sind aufgelistet.

„Die Stadt Werl, der Kreis Soest und die Kreispolizeibehörde Kreis Soest unterstreichen mit ihrer Unterzeichnung das gemeinsame Engagement, eine sichere und geordnete Umgebung in der ZUE zu schaffen und zu erhalten. Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt zur erfolgreichen Integration der ZUE in das lokale Umfeld“, teilte Pressesprecher Dirk Sodenkamp aus dem Rathaus der Wallfahrtsstadt Werl mit.

Einzigartige Schwerpunkt-Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen

Wie bei der Massenunterkunft in Wimbern mit 650 Plätzen handelt es sich bei der ZUE-Außenstelle in Werl um eine landeseigene Schwerpunkteinrichtung für besonders schutzbedürftige Personen. Die Sondereinrichtung dient vor allem der Unterbringung und Betreuung von Schwangeren, Müttern mit Kindern und anderen Frauen sowie Behinderten und Menschen aus dem LSBTTI-Spektrum, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt oder unterdrückt werden. Das Akronym „LSBTIQ“ steht dabei für „lesbisch, schwul, bisexuell, trans, inter und queer“.

Nach Auskunft des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) des Landes Nordrhein-Westfalen ist die ZUE in Wimbern zusammen mit ihrer Dependance in Werl bislang die einzige Schwerpunkt-Einrichtung dieser Art.

Stadt Werl erhält keine zusätzlichen kommunalen Flüchtlingszuweisungen mehr

Durch die ZUE-Außenstelle erhält die Stadt Werl keine weiteren kommunalen Flüchtlingszuweisungen, was sich entlastend auf die Unterbringungssituation auswirkt und auch den Wohnungsmarkt in der Hellwegstadt entlastet.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“


Weitere Beiträge, die Sie interessieren könnten:


Stolz präsentierten sie die Vereinbarung zur engeren Zusammenarbeit in möglichen Krisensituationen vor der Außenstelle der ZUE an der Belgischen Straße in Werl (von links): Der Werler Feuerwehrleiter Karsten Korte, Manfred Drees von der Kreispolizei Soest, Christiana von der Heide als Abteilungsleiterin Soziales der Wallfahrtsstadt Werl, Dirk Daniel als Leiter der Werler Polizeiwache, Guido Mattheis (verdeckt) und Kevin Dohr vom Sicherheitsdienst „All Service“, Maike Benning als zuständige Dezernentin der Bezirksregierung Arnsberg, Julia Krilleke und Kirsten Meier vom Kreis Soest), Jana Rölling als stellvertretende Abteilungsleiterin Sicherheit und Ordnung der Wallfahrtsstadt Werl, Tatjana Werner von den Maltesern und Marius Wicker von der Bezirksregierung Arnsberg. FOTO: STADT WERL
Stolz präsentierten sie die Vereinbarung zur engeren Zusammenarbeit in möglichen Krisensituationen vor der Außenstelle der ZUE an der Belgischen Straße in Werl (von links): Der Werler Feuerwehrleiter Karsten Korte, Manfred Drees von der Kreispolizei Soest, Christiana von der Heide als Abteilungsleiterin Soziales der Wallfahrtsstadt Werl, Dirk Daniel als Leiter der Werler Polizeiwache, Guido Mattheis (verdeckt) und Kevin Dohr vom Sicherheitsdienst „All Service“, Maike Benning als zuständige Dezernentin der Bezirksregierung Arnsberg, Julia Krilleke und Kirsten Meier vom Kreis Soest), Jana Rölling als stellvertretende Abteilungsleiterin Sicherheit und Ordnung der Wallfahrtsstadt Werl, Tatjana Werner von den Maltesern und Marius Wicker von der Bezirksregierung Arnsberg. FOTO: STADT WERL