CDU-Kandidatin Manuela Schmidt setzt sich in der Stichwahl klar gegen SPD-Bewerber durch

Erstmals eine Frau an der Spitze von Rat und Verwaltung in Menden

29. September 2025

MENDEN.
Historischer Abend in Menden: Die Wähler haben mit Manuela Schmidt (CDU) erstmals eine Frau ins Amt des Bürgermeisters gewählt. In der Stichwahl setzte sich die CDU-Kandidatin mit 62,74 Prozent gegen den SPD-Bewerber Jens Wilkens (37,26 Prozent) durch.

Auf Schmidt entfielen 9 968 Stimmen, auf Wilkens 5 920. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,69 Prozent (16 054 Wähler), 166 Stimmen waren ungültig, 15 888 gültig. Es handelt sich um das vorläufige Endergebnis.

Schmidt folgt auf Prof. Dr. Roland Schröder (parteilos)

Schmidt folgt auf Prof. Dr. Roland Schröder (parteilos), der seit 2020 amtierte und nicht erneut kandidierte. Die formale Feststellung des Ergebnisses durch den Wahlausschuss ist für Mittwoch, 1. Oktober, angekündigt.

Christdemokratin steigert erstes Ergebnis um mehr als 20 Prozent

Die Stichwahl war erforderlich, weil bei der Kommunalwahl am 14. September in der Hönnestadt im Märkischen Kreis keiner der Bewerber um das Bürgermeisteramt die 50-Prozent-Marke erreichte.

In der ersten Wahl lag Schmidt mit 42,7 Prozent vorn; Wilkens kam auf gut 27 Prozent. Dahinter folgten Wolfgang Grudda (AfD) und Christian Feuring (Menden Innovativ).

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

Die neue Bürgermeisterin der Stadt Menden: Manuela Schmidt (CDU)
Die neue Bürgermeisterin der Stadt Menden: Manuela Schmidt (CDU)

Zur Person: Manuela Schmidt

Manuela Schmidt bringt eine lange Laufbahn in Verwaltung, Wissenschaft und Recht mit ins Rathaus. Die 1974 in Wickede-Wimbern geborene Juristin studierte Rechtswissenschaften in Bielefeld und Bonn, legte beide Staatsexamina ab und absolvierte ihr Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm. Früh sammelte sie Berufserfahrung in einer Kanzlei und bildete sich an der Fernuniversität Hagen im Anwaltsberuf fort.

Nach Stationen bei der Stadt Menden und einer Tätigkeit als Rechtsanwältin übernahm Schmidt Lehr- und Forschungsaufgaben an der Fachhochschule Südwestfalen sowie an weiteren Hochschulen. Später war sie als Revisorin mit Schwerpunkt Rechtmäßigkeitsprüfung tätig. In Iserlohn arbeitete sie als Bereichsleiterin für Aufenthalt, Sozialversicherung, Wohngeld und Wahlen sowie als Geschäftsführerin des Integrationsrates.

2019 kehrte Schmidt nach Menden zurück und übernahm die Abteilungsleitung für Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung. In Krisen- und Katastrophenlagen leitete sie den Stab für außergewöhnliche Ereignisse.

Privat ist Schmidt seit mehr als zwei Jahrzehnten in Menden verwurzelt. Sie lebt dort mit ihrem Ehemann, die gemeinsame Tochter studiert inzwischen. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten sportlich – beim Joggen in den heimischen Wäldern oder neuerdings auf dem Tennisplatz. Auch das gesellige Zusammensein mit Familie und Freunden sowie das Lesen von Krimis zählen zu ihren Hobbys.

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