Bürger-Information zur 7,3-Millionen-Euro-Brücke
25. November 2024
Die Gemeinde Wickede (Ruhr) beschäftigt sich seit geraumer Zeit intensiv mit einem Ersatzbau für den bestehenden schmalen Steg für Fußgänger und Fahrradfahrer auf den Pfeilern der Eisenbahnbrücke der „Oberen Ruhrtalbahn“ zwischen Echthausen und Wickede. Der Steg mit Holzplanken wurde Ende der 1970er Jahre gebaut, die stählerne Eisenbahnbrücke bereits in den 1880er Jahren.
Wie es aus dem Rathaus heißt, muss der kleine Brückensteg, der von der Gemeinde an das Bahnbauwerk angedockt wurde, „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ im Jahr 2027 stillgelegt werden. Das habe ein Sachverständiger bereits bei der letzten Begutachtung vorausgesagt. Denn die Tragfähigkeit der Stahlkonstruktion unter den Holzbohlen sei dann voraussichtlich nicht mehr gegeben.
7,3 Millionen Euro für das Großprojekt im kommunalen Finanzhaushalt vorgesehen
Um weiterhin eine sichere Fuß- und Radwegverbindung zwischen Echthausen und Wickede zu ermöglichen, sei der aufwendige Neubau notwendig, heißt es aus dem Wickeder Rathaus.
Damit die Brücke im Jahr 2027 nutzbar sei, müsse dehalb bald mit den vorbereitenden Arbeiten im Ufergehölz begonnen werden.
Bürgermeister hat „Erwartung auf eine starke Unterstützung von Bund und Land“
Im Finanzhaushalt der Gemeinde Wickede (Ruhr) sind deshalb für die kommenden Jahre bereits 7,3 Millionen Euro für das Großprojekt vorgesehen.
Bürgermeister Dr. Martin Michalzik (CDU) betont: „Damit verbindet sich die Erwartung auf eine starke Unterstützung von Bund und Land.“ Denn schließlich werde die Ruhrbrücke auch von den zahlreichen Nutzern des überörtlichen Ruhrtalradweges stark frequentiert.
Bei öffentlicher Veranstaltung soll es Antworten auf viele Fragen geben
Über den Stand der Vorbereitungen und die komplexen Rahmenbedingungen, die für Arten- und Naturschutz sowie mögliche Hochwasserereignisse im Ruhrtal zu beachten sind, informieren Planer und Verwaltung am kommenden Montagabend ab 17 Uhr alle interessierten Bürger in der Gemeindehalle in Echthausen.
Dabei geht es auch um den voraussichtlichen Zeitplan und den aktuellen Stand der Finanzierung. Unter anderem sollen folgende Fragen beantwortet werden: Wodurch entsteht der Investitionsbedarf? Warum gerade jetzt? Warum als Neubau? Warum als freistehender Bau?
Stefan Straukamp vom bundesweit tätigen Ingenieurbüro „w+b Ingenieure“ aus Münster und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Wickede (Ruhr) werden im Rahmen des Termins die Ausgangssituation, die bisherigen Planungen und Umweltauflagen sowie den voraussichtlichen Zeitplan erläutern.
Die Information greift die bisherigen Beratungen im Gemeinderat und seinem zuständigen Fachausschuss auf, bevor am Abend die Ratsfraktionen abschließend über den Haushalt 2025 beraten und beschließen.
ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“
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